Stolpersteine

Stolpersteine

Übernehmen Sie eine Patenschaft über einen Stolperstein,

der vor dem Wohnhaus des Menschen, der durch den Nazi-Terror verfolgt und deportiert wurde, verlegt werden soll.
 
 
Stolpersteine werden verlegt.
 

Wuppertal ermahnt und erinnert

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

Man stolpert mit dem Kopf

Stolpersteine sind Mahnmale, polierte Messingplatten mit Namen und Daten. "Hier wohnte...."

Man geht seinen Weg, stutzt, hält kurz an, erinnert sich an den Menschen, der einmal hier wohnte, der ein Opfer des Nationalsozialismus geworden ist.

"Verschleppt, deportiert, umgebracht" erfahren wir von den Steinen im Gehweg.

Diese halten die Erinnerung an die Menschen, die zu Nummern degradiert und grausam ermordet wurden.

Gunter Demnig

ist Künstler und lebt in Köln. Seit 2000 verlegt er die Steine als seinen Beitrag, das Leben der Ermordeten vor dem Vergessen zu bewahren.

Mittlerweile sind es bundesweit über 80.000.

Vielfache Auszeichnungen erhielt Gunter Demnig für sein couragiertes Engagement für soziale Gerechtigkeit und verfolgte Minderheiten: den Erich-Mühsam-Preis am 26. April 2009; am 23. September 2009 die Josef-Neuberger-Medaille von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, die ihm 2008 durch Bundeskanzlerin Angela Merkel verliehen wurde. 

18.12.2006

einstimmige Annahme der Schenkung des Mahn- und Kunstprojektes "Stolpersteine" durch den Rat der Stadt Wuppertal.

Elsa Rappoport
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Elsa Rappoport
Bleicherstraße
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Dr. Eugen Rappoport

Bleicherstraße katholische Kirche

Hier wohnten Eugen Rappoport, geb. am 31.12.1876, Arzt, und seine Frau Elsa
Olga Weinberg
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Olga Weinberg

Charlottenstraße 34

Olga Weinberg
Hermine Leib
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Hermine Leib

Dickmannstraße 25

Hermine Leib
Alexander Berger
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Alexander Berger

Erholungsstraße 19

Hier wohnte früher die jüdische Familie Berger: Alexander Berger, war der Betreiber des Bettenhauses "Gebrüder Alsberg; auf Grund des Boykotts durch die nationalsozialistischen Gewaltmaßnahmen musste er Konkurs anmelden; seit der Reichspogromnacht wurde er in Haft gehalten. Am  26/27.10.1941 wurde er von Düsseldorf aus nach Lodz deportiert. Wahrscheinlich wurde er von dort am 12. September 1942 nach Chelmno "ausgesiedelt" und da vermutlich sofort vergast.

Seine Frau Henriette, geb. Moll, war bereits um Ostern 1938 an einem unversorgten Darmverschluss gestorben. Seine beiden Mädchen Margot und Ruth konnten gerade rechtzeitig mit den so genannten "Kindertransporten" nach England entkommen.

Außerdem lebte im Haushalt Henriette Bergers Mutter Josefine Moll, geb. Wolff, die am 20. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde und dort am 7. Juli 1943, 79jährig, starb.

Irma Heilbronn
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Irma Heilbronn

Gräfrather Straße 25

Irma Heilbronn, geb. am 28. Mai 1884, war Kauffrau und übernahm nach dem Tod ihres Ehemannes Ferdinand Heilbronn im Jahr 1940 die Firma Heilbronn & Co, Einzelhandel mit Manufaktur- und Modewaren in Wuppertal-Vohwinkel, Kaiserstraße, die in der sog. "Kristallnacht" völlig zerstört worden war. Sie wurde am 10.11.1941 nach Minsk deportiert und gilt seitdem als verschollen (wahrscheinlich +8.5.1945).
Dr. Martin Gauger
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Dr. Martin Gauger

Hopfenstraße 6

Dr. Martin Gauger (4.8.1905-23.07.1941) Gauger war Jurist im Widerstand / Wehrdienstverweigerer
Paula Dreyfus
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Paula Dreyfus

Kirschbaumstraße 29

Paula Dreyfus(s), geb. Ulmann (*21.07.1876 in Elberfeld), wählte den Freitod vor ihrer Deportation am 18. Juli 1942.
Berthold Falkenheim
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Berthold Falkenheim
Johanna Falkenheim
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Johanna Falkenheim
Lieschen Falkenheim
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Lieschen Falkenheim
Margot Falkenheim
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Margot Falkenheim

Löwenstraße 4

Hier wohnte die Familie Falkenheim: Berthold, geb. am 13.09.1895 in Elberfeld, Lieschen am 21.07.1897 in Beverungen, Johanna, geb. am 17.04.1933 in Elberfeld, Margot, geb. am 22.11.1925 in Barmen.

Alle vier wurden am 10. November 1941 ins Ghetto nach Minsk deportiert.

Johannes Flintrop
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Johannes Flintrop

Meisenstraße 22

Johannes Flintrop wird am 23.Mai 1904 in Wuppertal-Barmen geboren. 1927 wird er in Köln zum Priester geweiht. Zunächst ist er Kaplan in der Pfarre Herz Jesu in Köln-Mülheim, von 1932 bis 1942 an der Lambertuskirche in Mettmann. Den Nationalsozialisten war Flintrop ein Dorn im Auge. Seine kritischen Äußerungen gegen das Nazi-Regime führen zur Denunzierung. Zunächst im Düsseldorfer Gestapo-Gefängnis "Ulmer Höh" inhaftiert, wird er am 13. April 1942 in das Konzentrationslager Dachau verbracht. "Ich fürchte , mein Leben geht zu Ende", schreibt er an seinen Vater in Barmen. Kurze Zeit später ist er tot, im Alter von 38 Jahren. Sein Grab befindet sich in Barmen.
Louis Leo Marcus
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Louis Leo Marcus
Maria Marcus
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Maria Marcus
Arnhild Adele Marcus
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Arnhild Adele Marcus
Gerda Tisch
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Gerda Tisch
Dr. Klara Tisch
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Dr. Klara Tisch

Neumarktstraße 46

Familie Marcus (Louis Leo, geb. 1890, Maria geb. 1904 und Arnhild Adele geb. 1928) sowie Gerda Tisch (geb. 24.12.1914 und Dr. Klara Tisch geb. am 14.01.1907) wurden am 10. NOvember 1941 ins Ghetto nach Minsk verschleppt.
Izchok Gerszt
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Izchok Gerszt

Reiterstraße 3

Izcok und Rita Gerszt waren Wuppertaler Widerstandskämpfer, die im Zuge der Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse verfolgt und später in Auschwitz bzw. Bernburg von den Nazis ermordet wurden. Yzchok Gerszt wurde am 16.10.1901 in Polen geboren, wanderte 1920 nach Deutschland ein, arbeitete als Schneider und Reisender. Politisch engagierte er sich in Wuppertal ab 1924 in der KPD. Bis 1933 war er u.a. im Vorstand des jüdischen Arbeiter- Kultur-Vereins an der Klotzbahn tätig. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten organisierte er zusammen mit seiner Frau Rita Gerszt Geldsammlungen bei jüdischen Sympathisanten der Arbeiterbewegung zur Finanzierung der illegalen Treffs und für die illegale Arbeit.

Durch Denunziation wurde er am 30.Juni 1936 verhaftet. Nach der Entlassung aus 4 Jahren in den Zuchthäusern Herford und Siegburg wurde er in Schutzhaft genommen und nach Auschwitz deportiert. Dort starb er am 13. Januar auf einem Todesmarsch, nur wenige Tage vor der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee.

Rita Gerszt wurde 1939 für 4 Wochen inhaftiert. Nach der Haft floh sie mit ihrer Tochter nach Belgien, doch in Brüssel wurde sie von der Gestapo verhaftet, nach Monaten im Gefängnis wurde sie in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück transportiert. Am 30. Juni 1942 kommt sie dort ums Leben.(Quelle: www.wuppertaler-widerstand.de)

 

Jette Prager
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Jette Prager

Südstraße 61

Jette Prager, geb. Schönmüller, geb. am 12. Mai 1862 in Schornweisach, deportiert am 21. Juli 1942, gestorben am 6. August 1942 in Theresienstadt.
Alice Rosenberg
Alice Rosenberg
Fritz Rosenberg
Fritz Rosenberg
Alfred Rosenberg
Alfred Rosenberg
Doris Rosenberg
Doris Rosenberg

Wichlinghauser Straße 28

Familie Rosenberg wohnte in der Wichlinghauser Straße 28. Alfred Rosenberg, geb. am 30. September 1895 in Barmen, war vom 17.11.-28.11.1938 im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Er und seine gesamte Familie wurden am 10. November 1941 ins Ghetto nach Minsk deportiert. Seine Frau Alice, geb. Goldschmidt *12. September 1909 in Kassel, war im Unternehmen für Schneiderbedarfsartikel ihres Mannes beschäftigt, machte Büroarbeiten. sie musste die Glasscheiben ihres Hauses mit weißer Farbe streichen, um den Namen mit schwarz zu kennzeichnen. Das Haus wurde in der Reichspogromnacht zerstört. Mit ihren Eltern wurden die Kinder Denny(*20.03.1941), Fritz (*20.06.1935) und Doris (*29.11.1930) ermordet.

Höhne 31

Gartenstraße 24

Zollstraße 11

Schwanenstraße 26