1955 - 2004 Das Verkehrskreuz

1950 gab es in Wuppertal nur 14.687 Kraftfahrzeuge. Das rasche Anwachsen des Autoverkehrs war aber klar abzusehen. 1947 fasste der Wuppertaler Stadtrat daher einstimmig den Beschluss, die Talstraße entsprechend den verkehrlichen Anforderungen auszubauen. Das bedeutete, dass der Döppersberg zum bloßen Verkehrskreuz wurde - Urbanität wurde hier vor allem als "autogerecht" definiert.
Momentaufnahme vom Umbau des Döppersbergs zum "autogerechten Verkehrskreuz", 2. November 1960
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Momentaufnahme vom Umbau des Döppersbergs zum "autogerechten Verkehrskreuz", 2. November 1960
Im März 1955 begannen die Bauarbeiten, am 01. Dezember 1960 wurden die Fußgänger in den neu eröffneten Tunnel vom Bahnhof zur Alten Freiheit verbannt, und im Dezember 1965 war der Verkehrsknotenpunkt Döppersberg fertig. Mit dem Anlegen von Straßentrassen auf unterschiedlichen Höhenstufen wurde die seit über 100 Jahren bestehende (Brücken-) Rampe zerstört, die oberirdische Verbindung vom Bahnhof zur Innenstadt gekappt.
Der neue Döppersberg im Jahre 1965 nach seiner Fertigstellung
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Der neue Döppersberg im Jahre 1965 nach seiner Fertigstellung

 

Das colorierte Foto des neuen Döppersbergs zeigt, wie großzügig der Raum im Jahr 1965 für den damals noch vergleichsweise spärlichen Autoverkehr bemessen war. Dass sich diese Situation inzwischen grundlegend verändert hat, ist für alle Verkehrsteilnehmer heute täglich erfahrbar. Die Funktion des äußerlich seit Jahrzehnten kaum veränderten Döppersbergs erschöpft sich derzeit noch darin, das ständig steigende Verkehrsaufkommen abzuwickeln. Durch den Umbau in den nächsten Jahren soll der Döppersberg mit dem Hauptbahnhof aber wieder zu dem werden, was er in der Vergangenheit schon einmal war: ein attraktives Tor zur Stadt mit großstädtischen Qualitäten.