Häufige Fragen zum Umbau Döppersberg
Wozu brauchen wir die Neugestaltung Döppersberg?
Wuppertal erhält durch den Umbau einen modernen und funktional ausgestatteten Verkehrsknotenpunkt. Im gesamten Bahnhofsbereich wird die Aufenthaltsqualität erheblich gesteigert. Die Innenstadt wird durch einen neuen Erlebnisbereich erweitert und es entsteht eine direkte und attraktive Anbindung des Bahnhofs an die Innenstadt - ohne Angsträume. Es entsteht ein einladendes Tor zur Stadt.
Warum wird der alte Busbahnhof verlegt?
Die Verkehrssituation am heutigen Busbahnhof ist sehr angespannt. Für die Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs bedeutet das ein erhöhtes Unfallrisiko. Die Wege sind nicht barrierefrei und die Erreichbarkeit der einzelnen Haltestellen ist nicht befriedigend. Der Busbahnhof wird durch die zentrale Verkehrsader der Stadt, die B7, zerschnitten und die einzelnen Bussteige sind auseinander gerissen.
Was verbessert sich durch die Verlegung und den Neubau des Busbahnhofs?
Der neue Standort des Busbahnhofs wird aus dem unmittelbaren Knotenpunktbereich heraus an den Hauptbahnhof gerückt. So verbessern sich durch verkürzte Wege die Sicherheit der Umsteige- und Anschlussbeziehungen zwischen Bus und Bahn sowie zwischen den einzelnen Buslinien. Vom Busbahnhof wird es direkt am Empfangsgebäude einen Zugang zum Gleis 1 geben.
Wird auch der Bahnhof attraktiver?
Die Deutsche Bahn wird das Bahnhofsgebäude und die Bahnsteiganlagen modernisieren.
Unter dem oberen Bahnhofsvorplatz entsteht im unteren Eingangsbereich zum Bahnhof eine Mall (Einkaufszentrum), die in erster Linie den Bedarf der Reisenden decken soll. Nach der heutigen Planung wird es ein Café und andere Gastronomiebetriebe, Buchhandel, Blumen/Floristik und einen Drogeriemarkt geben. Die WSW mobil und die Bahn werden Kundencenter betreiben. Die Vermietung der Vermarktungsflächen der neuen Mall erfolgt durch die Bahn. Bei Interesse wenden Sie sich an:
DB Station & Service AG
Welche Straßen werden in den Umbau mit einbezogen?
Es werden die Bundesallee (B7), die Bahnhofstraße und die Straße Döppersberg neu gestaltet.
Für den Umbau der Bundesallee ist es notwendig, die Bushaltestellen vom jetzigen Busbahnhof in den Wall zu verlegen. Dafür wird der Wall in zwei Richtungen für Busse befahrbar gemacht. Die Bauarbeiten dazu beginnen voraussichtlich im Jahr 2013. Die Gehwege bleiben erhalten, werden aber teilweise schmaler. Für die Verbreiterung der Fahrbahnen ist es notwendig Bäume zu fällen.
Wie kann ich mich über baustellenbedingte Verkehrsbehinderungen informieren?
Während der Baumaßnahmen läuft der Straßenverkehr teilweise eingeschränkt entsprechend der Umleitungsbeschilderung. Aktuelle Umleitungen und Sperrungen werden im Internet und der Presse veröffentlicht.
Was ändert sich im Straßenverkehr während der Bauarbeiten?
- Die Reisebushaltestelle gegenüber dem HBF wird ab 09.01.2011 an die Straße Neuenteich gegenüber Hausnr 78, oberhalb der Aldi-Zufahrt verlegt. Die Reisebushaltestelle wird bis zum Ende der Bauarbeiten, voraussichtlich 2017, an dieser Stelle verbleiben.
- Für den Bau der Verbindung zwischen der Straße Döppersberg und der B7 wird die Straße Döppersberg voraussichtlich ab Oktober 2012 wieder gesperrt.
- Während der gesamten Bauzeit ist die B 7 im Bereich des Döppersbergs immer mit zwei Fahrspuren pro Richtung befahrbar. Eine länger andauernde Sperrung ist nicht vorgesehen. Jedoch kann es zeitweise für einige Tage Einschränkungen geben.
- Die Bahnhofstraße muss für die Bauarbeiten zur Absenkung und zur Herstellung der neuen Kreuzung mit der Bundesallee für einige Monate, voraussichtlich 2014, gesperrt werden. Der Verkehr von und zur Bundesallee, der bisher über die Bahnhofstraße fährt, muss dann über den Robert-Daum-Platz abgewickelt werden. Aufgrund der dadurch verursachten erhöhten Verkehrsbelastung am Robert-Daum-Platz ist die Umwandlung der Tannenbergstraße in eine Einbahnstraße notwendig. Die Einbahnstraßenführung in Fahrtrichtung Steinbecker Meile beginnt am Robert-Daum-Platz und endet an der Kreuzung Gravelottestraße / Arrenberger Straße. Der Verkehr, der von der Steinbecker Meile bzw. der Hoeftstraße in Richtung B7 fahren möchte, wird dann über die Alsenstraße geführt.
- Während der Bauzeit wird für den entfallenden Busbahnhof Ersatz im Wall geschaffen. Dies bedingt die Einrichtung eines Zweirichtungsverkehrs. Ein Großteil der Busse vom oder zum Wall müssen über die Südstraße fahren. Um eine hohe Qualität des ÖPNV auch während der Bauzeit zu gewährleisten und Störungen im Betriebsablauf zu vermeiden, ist in diesem Bereich nur Busverkehr zugelassen.
- Beim Umbau des Knoten Brausenwerth (Bahnhofstraße/ Bundesallee/ Morianstraße) wird so lange wie möglich die Verkehrsführung aufrechterhalten. Jedoch kann es zeitweise für einige Tage Einschränkungen geben.
Fahren die Busse wie gewohnt?
Wegen der Verlegung des Busbahnhofs/ Bundesallee wird während der Bauzeit der Wall voraussichtlich ab 2013 die Funktion des Busbahnhofs übernehmen. Dieser ist dann in zwei Fahrtrichtungen befahrbar und es werden zusätzlich zu den bereits vorhandenen Haltestellen in Richtung Neumarkt fünf neue Haltestellenpositionen in Fahrtrichtung Südstraße eingerichtet. Viele Linien werden dann nicht mehr über die Morianstraße, sondern vom Neumarkt kommend, in den Wall hinein fahren. Der Umbau erfolgt unter laufendem Betrieb. Alle Busse vom oder zum Wall müssen über die Südstraße fahren. Um eine hohe Qualität des ÖPNV auch während der Bauzeit zu gewährleisten und Störungen im Betriebsablauf zu vermeiden, ist dann auf der Südstraße zwischen Islandufer und Johannisberg nur Busverkehr zugelassen.
Die WSW informiert aktuell in den MobiCentern und unter :
Wo kann man in Bahnhofsnähe parken?
Während der Umbauphase werden Beeinträchtigungen besonders für das Parken im direkten Umfeld des Bahnhofs nicht zu vermeiden sein. Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof bestehen jedoch z.B. im Parkhaus des InterCity Hotels. Weiterhin gibt es in jeder Bauphase die Möglichkeit jemanden in direkter Nähe des Bahnhofs kurz abzusetzen ohne zu parken (Kiss & Ride). Die Kiss & Ride-Plätze sowie Parkmöglichkeiten im direkten Umfeld des Döppersbergs sind in den Informationen zu den Veränderungen in der Verkehrsführung auf der Internetseite zu finden
Wo finde ich während des Umbaus ein Taxi?
Am Bahnhof befinden sich die Taxistellplätze so lange wie möglich in der Wendeschleife vor dem heutigen Bahnhofsgebäude. Nach Fertigstellung des Rohbaus des neuen Busbahnhofes wird die Taxivorfahrt dorthin verlegt und verbleibt bis zur Fertigstellung der neuen Bahnhofsvorfahrt dort.
Nachdem der Wall für den Zweirichtungsverkehr der Busse umgebaut wurde, befinden sich die Taxistellplätze am Ende des Walls unmittelbar am Neumarkt.
Wie komme ich zum Bahnhof, wenn der Fußgängertunnel geschlossen wird?
- Bis voraussichtlich Ende 2012 ist der Tunnel komplett funktionsfähig und in Betrieb. Ab 2013 erfolgt eine Unterbrechung des Fußgängertunnels im Bereich des Bahnhofsvorplatzes, der künftigen Mall (Einkaufszentrum). Der Tunnel vom Köbohaus/Schwebebahnstation Döppersberg bleibt bis dorthin weiterhin funktionsfähig. Von dort aus können die Aufgänge und auch die Fahrstühle der neuen Mall genutzt werden, um auf den oberen Platz und den späteren Busbahnhof zu gelangen.
- Der Bahnsteig 1 ist direkt vom oberen Platz aus zu erreichen. Die weiteren Bahnsteige sind über Gleis 1 durch den Bahntunnel zugänglich.
- Voraussichtlich ab 2014 ist der Fußgängertunnel aus der Innenstadt geschlossen. Dann wird eine provisorische Fußgängerbrücke vom Köbohaus/Schwebebahnstation Döppersberg zum Vorplatz der ehemaligen Bundesbahndirektion eingerichtet. Der Aufgang am Köbo Haus wird über einen Fahrstuhl bzw. Treppen erfolgen. Der Zugang zum Bahntunnel bzw. zu den Gleisen erfolgt provisorisch durch die Mall. Die Inbetriebnahme der Mall und die Fertigstellung des Zugangs zum Bahnhof durch die Mall erfolgt 2016.
Wann geht es los? Was sind die nächsten Baumaßnahmen?
- Die Bauarbeiten an der Stützwand hinter dem Wuppertal Institut und der Erdaushub für das Parkdeck haben Ende 2011 begonnen und sind voraussichtlich im 2. Quartal 2012 abgeschlossen.
- Der Durchmesser des Flutgrabens zwischen Kluse und Döppersberg wird verkleinert. Die Bauarbeiten dauern bis voraussichtlich zum 2. Quartal 2012.
- Die Verlegung des Bahn-Trafos im Bereich des zukünftigen Busbahnhofs neben das Fundbüro der DB erfolgt Anfang 2012.
- Der Bau des Parkdecks und der Mall beginnt voraussichtlich im Oktober 2012. Zeitgleich beginnt der Umbau der Straße Döppersberg.
- Die Fertigstellung der Neugestaltung Döppersberg ist bis Ende 2017 geplant.
Was kostet die Neugestaltung des Döppersberg? Wer zahlt das?
- Für den Umbau des Döppersbergs werden 105,62 Mio EUR benötigt. Das Geld wird zu etwa zwei Dritteln von Bund und Land (65 Millionen) bezahlt, etwa ein Drittel zahlt die Stadt aus Eigenmitteln (36 Millionen), 4 Millionen kommen aus Mitteln Dritter. Die Gesamthöhe der Mittel darf nicht überschritten werden. Wenn die Kosten an einer Stelle des Umbaus höher werden sollten, dann muss an einer anderen Stelle Geld eingespart werden.
- Die Bahn saniert auf eigene Kosten das Bahnhofsgebäude und die Bahnsteiganlagen. Darüber hinaus trägt sie einen Anteil der Baukosten der Mall.
- Für den Umbau Döppersberg werden keine städtischen Leistungen gestrichen. Das Geld für den Döppersberg ist 'zweckgebunden', das heißt, es darf auch nur für diesen Zweck verwendet werden. Würde der Döppersberg nicht gebaut werden, würden die Fördergelder an andere Städte gehen, die Eigenmittel müssten zur Schuldendeckung verwendet werden. Das Geld würde der Stadt auf keinen Fall an anderer Stelle zur Verfügung stehen.
Gibt es einen Investor, wo kann er bauen und was plant er?
- Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine Entscheidung zu einem Investor getroffen worden.
- Die angrenzende Fläche neben dem unteren Bahnhofsvorplatz steht für eine Investorenbebauung zur Verfügung. Der in den Planzeichnungen dargestellte "Investoren-Kubus" ist als Platzhalter zu verstehen. Das Gebäude ist noch nicht geplant. Es wird dazu noch einen Architektenwettbewerb geben. Erst dann wird die Architektur genau festgelegt. Unter dem Investorenkubus bis unter den Bahnhofsvorplatz besteht die Möglichkeit für den Investor eine Tiefgarage zu bauen.
- In der Passage rechts und links der Freitreppe zum oberen Platz sind ebenfalls Bereiche, die von einem Investor zu Geschäftsräumen ausgebaut werden könnten.
- Auf der Fußgängerbrücke zur Innenstadt besteht die Möglichkeit für einen Investor eine Bebauung für Geschäfte vorzunehmen.
- Sollte kein Investor gefunden werden, wird der Döppersberg trotzdem gebaut. Die Planung hat von Anfang an darauf geachtet, an keiner Stelle von einem möglichen Investor abhängig zu sein. Bis auf den Investorenkubus, die Tiefgarage und die Passage unter dem Vorplatz sind alle Bauteile ohne Investor umsetzbar. In diesem Falle wird die Fläche des Investorenkubus eine neue Grünanlage - der Bürger gewinnt in jedem Fall.