Platz der Republik: Außenanlagen
Orthophoto Platz der Republik
Anlass
Das GMW der Stadt Wuppertal führte gemäß Ratsbeschluss vom 19.06.2008 die Abbrucharbeiten des 1942 errichteten Hochbunkers durch. Nach Räumung der Fläche wurde an dieser Stelle ab August 2009 durch das Ressort Grünflächen und Forsten eine neue Parklandschaft mit erweiterten Sport- und Spielflächen errichtet.
Colorierter Schauplan "Platz der Republik"
Kurzbeschreibung
Zunächst erfolgte die Entsorgung von schadstoffhaltigen
Bauteilen im Inneren (Kabel, Dämmstoffe, Bodenbeläge,
Tapeten etc.).
Nach Freigabe des Gebäudes durch den Fachgutachter
erfolgte der mechanische Abbruch der Bausubstanz. Hierzu
wurde mit schwerem Gerät (85 to Hydraulikbagger mit
Meißel und Abbruchzangen) die Bunkerhülle zunächst
von der Südseite (Parkfl äche) geöffnet. Der Abbruch
geschah dann zunehmend von innen heraus im Schutz
der dicken Umfassungsmauern. Diese bildeten einen natürlichen Schutzraum und tragen zur Lärmminderung bei.
Anschließend wurde das grob zerkleinerte Material mit LKW
abgefahren. Es wird anschließend zu hochwertigem Beton-
Recycling gebrochen und im Straßenbau eingesetzt.
Der enthaltene Betonstahl wird aussortiert und als wertvoller Rohstoff an Stahlwerke geliefert. Es wird insgesamt eine Wiederverwertungsquote > 97% erreicht.
Selbstverständlich haben wir bereits in der Planungsphase
weitestgehend auf möglichst emissionsarme Ausführungen größten Wert gelegt und die Qualifikationen der Firmen entsprechend gefordert.
Nur Firmen, die diese strengen Qualifikationskriterien
nachweisen konnten, sind zur Angebotsabgabe zugelassen
worden. Ebenso durfte auf der Baustelle nur modernes, lärmgemindertes Gerät zum Einsatz kommen. All dies wird von der beauftragten Arbeitsgemeinschaft "Rückbau Hochbunker Platz der Republik", Prangenberg & Zaum / Heitkamp Umwelttechnik GmbH erfüllt.
Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben wurde vor Ort
ständig durch Gutachter und Behörden überwacht.
Als Ergebnis Ihrer Geduld steht für alle seit Ende 2009 ein erweiterter Park mit neuen Sport- und Spielanlagen zur Verfügung.
Kosten
Die Gesamtkosten betragen 1,6 Mio. € und wurden zu 80% durch das Land NRW gefördert.