Zoo: Anlage für Gorillas
Orthophoto Zoologischer Garten
Anlass
Im Rahmen des Umbaus des Freigeheges für die Gorillas im Wuppertaler Zoo wurde die Freifläche von ehemals 285m² auf 525m² erweitert. Es entstand eine naturnah wirkende hügelige Rasenfläche. Die im Gehegebereich kahle Außenwand des Menschenaffenhauses wurde durch die Pflanzung von hohen Bambussträuchern unterschiedlicher Sorte, in mit Kunstfelsen verkleideten Pflanzkübeln vor der Wand gepflanzt, aufgelockert bzw. versteckt. Kletterbäume und gelegte Felsen unterstreichen den natürlichen Eindruck.
Blick auf die Kletterbäume und den Bachlauf der Gorillaanlage
Kurzbeschreibung
Der ursprüngliche Gehegeabschnitt war zu rund der Hälfte mit 4m hohen Panzerglasscheiben eingefasst, die andere Hälfte mit einer ebenso hohen Sichtbetonmauer. Letztere wurde zu ca. ½ der Länge abgebrochen. Die entstandene Öffnung stellt nun die Verbindung zum neuen Gehegeteil dar.
Der erhalten gebliebene Teil der Gehegeeinfassungsmauer wurde als Grundlage für einen überbauten Felsengang genommen. Aus diesem Felsengang heraus kann der Besucher das Gehege durch zwei große Beobachtungsöffnungen mit Panzerglasscheiben einsehen.
Der Erweiterungsbereich befindet sich auf einer der Topographie angepassten, als Wiese gestalteten Hangfläche, in die ein sich windender Bachlauf integriert wurde. Seine Quelle im ehemaligen Gehegeteil wird durch das gesammelte und zurück gepumpte Bachwasser gespeist. Die Einfassung des neuen Gehegeteils besteht zu ca. 2/3 aus mit Kunstfelsen überzogenen, bis zu 5m hohen Mauern und zu ca. 1/3 aus Panzerglasscheiben. Auch dieser Gehegeerweiterungsbereich wurde durch liegende Kletterstämme, Kletterbäume, Kletterseile, Felsen und Sträuchern belebt. Ein im Gelände stehender Baum blieb erhalten und wurde durch eine Baumsicherung geschützt.
Als Pendant zum Felsengang wurde am unteren, nördlichen Ende der Erweiterungsfläche eine ähnlich gestaltete Höhle mit einem Beobachtungsfenster erstellt, von der aus der Besucher über den Bachlauf hinweg den Hang hinaufschauen kann.
Zur Pflege des Geheges wurde eine kaum sichtbare doppelflügelige Toranlage in der Gehegemauer erstellt und für den Zugang der Pfleger eine Schleusenanlage. Sämtliche Einfassungsbereiche wurden zusätzlich durch eine Stromsicherung verstärkt.