Grundschule Radenberg 12
Anlass
Im Rahmen des Konjunkturpaketes 2 wurde unter anderem die Gemeinschafts-Grundschule am Radenberg 12 umfangreich saniert.
Neben der Sanierung der Elektroinstallationen (Leitungsnetz, Beleuchtung, präsenz- und tageslichtabhängige Beleuchtungssteuerung) sowie der brandschutztechnischen Ertüchtigung der Schule, wurden tief greifende energetische Maßnahmen ergriffen, um die Betriebskosten nachhaltig abzusenken und eine langfristige, betriebswirtschaftlich sinnvolle Nutzung zu gewährleisten.
Außenansicht Grundschule Radenberg
Kurzbeschreibung
Die energetische Ertüchtigung der Schule wurde dabei auf Grundlage der hausinternen Energieeffizienzrichtlinie projektiert. Da diese die aktuellen gesetzlichen Anforderungen übertrifft, konnte so die Einhaltung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung sichergestellt werden. Da die Planungen zu einem frühen Zeitpunkt im Jahr 2009 abgeschlossen werden mussten, nur so konnte eine sichere Fertigstellung innerhalb des Zeitfensters des K2-Programms garantiert werden, wurde zum Vergleich noch die EnEV 2007 herangezogen. Die mittlerweile erfolgte Verschärfung der Anforderungen konnte jedoch erfolgreich vorweggenommen werden, so dass auch die aktuell verschärften Grenzwerte aus dem Jahr 2009 eingehalten werden.
Das Gebäude wurde dazu mit einer neuen gedämmten Gebäudehülle versehen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Schadstoffe aufgrund von zum Teil asbestgebundenen Fassadenverkleidungen entfernt. Es wurde eine hinterlüftete Fassade mit Kunstharzplatten gewählt. Dies ist auch der Tatsache des ausgeprägten Baumbestandes am Radenberg geschuldet, der bei einem WDVS (Wärmedämmverbundsystem) mit hoher Wahrscheinlichkeit einen mikrobiologischen Bewuchs (Veralgung der Fassade) innerhalb kürzester Zeit verursacht hätte. Es wurde eine Dämmstoffstärke von 200 mm in der Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/mK ausgeführt.
Die Flachdächer der Schule wurden mit 200-240 mm Dämmung versehen. Der Übergang zwischen hinterlüfteter Fassade und Flachdachanschluss wurde dabei wärmetechnisch verbessert, so dass an dieser Stelle üblicherweise auftretende Wärmebrücken reduziert werden konnten.
Die Fenster wurden ausgetauscht und wenn möglich in die neue Dämmebene gesetzt. Die neuen Kunststofffenster stellen eine deutliche Verbesserung zum Altbestand dar. Der Austausch der alten Aluminiumfenster (thermisch noch nicht getrennt) führt neben einer Energieeinsparung, auch zur Beseitigung von Kondenswasserproblemen und den damit verbundenen Schimmelschäden.
Der Energieverbrauch wird sich nach ersten Abschätzungen und Berechnungen um rund 50% reduzieren. Die Einregulierung aller energierelevanten Systeme erfolgt in der bevorstehenden Heizperiode und wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein. Die Nutzereinweisung in die neuen Gebäude erfolgt parallel, so das mit ersten gesicherten Verbrauchsdaten in der Heizperiode 2011/2012 zu rechnen ist. Dieser Prozess wird intensiv vom Gebäudemanagement begleitet.
Kosten
Die Kosten für die Brandschutzsanierung betrugen ca. 360.000 €, während die energetische Ssnierung ca. 1,4 Millionen € beanspruchte. Die energetische Sanierung ist komplett durch das Konjunkturpaket II gefördert worden.