Bergisches Kolleg Reichsgrafenstraße 38 - KII-Sanierung
DGK Bergisches Kolleg Reichsgrafenstraße
Orthophoto Bergisches Kolleg Reichsgrafenstraße
Anlass
Bei dem zu sanierende Objekt handelt es sich um einen 2-geschossigen Anbau an die Grundschule Reichsgrafenstraße. Der Anbau, der das Bergische Kolleg beherbergt, wurde ca. 1968 errichtet und besitzt je Etage 2 Klassenräume, 1 Flur sowie einen Nebenraum. Die Eingangsebene ist um 1 Geschoss aufgeständert, wobei das Treppenhaus durchgestreckt ist. Im Untergeschoss befindet sich ein Kern mit WC- und Technikräumen.
Außenansicht Berufskolleg Reichsgrafenstraße schulhofseitig
Kurzbeschreibung
Die Außenwände und Stützen des Gebäudes bestehen aus Stahlbeton. Die Außenwandbekleidung im Erd- und Obergeschoss besteht aus einer vorgehängten Bekleidung mit geringer Dämmstoffauflage. Die bestehende Wandkonstruktion weist einen U-Wert von 1,00 W/m²K auf und liegt damit deutlich über dem aktuell geforderten gesetzlichen Standard von 0,35 W/m²K. Diese Außenwandbekleidung wurde durch ein WDVS (WärmeDämmVerbundSystem) mit mineralischem Aufbau und Edelkratzputz ersetzt.
Auf der Ostseite (Flurwand) und in den WC-Räumen im Untergeschoss wurden die einfachverglasten Holz- bzw. Stahlfenster durch Aluminium-Fenster mit Wärmeschutzverglasung ersetzt. Auf der Westseite (Klassenräume) und im Treppenhaus sind bereits wärmeschutzverglaste Aluminium-Fenster im Jahr 2002 eingebaut worden und bleiben bestehen. Alle Außentüren wurden im Zuge der Sanierung gegen Stahl-Glas Türanlagen mit thermischer Trennung ausgetauscht. In den Fluren im EG und 1. OG wurden rauchdichte Türanlagen eingebaut.
Die Kaltdachkonstruktion wurde abgebrochen und durch einen konventionellen Warmdachaufbau ersetzt, die oberste Geschossdecke aus Stahlbetonkassetten gedämmt. Die unterste Geschossdecke wurde gedämmt und verputzt.
Im Innenbereich wurden Unterhangdecken erneuert sowie Anstriche in Klassen, Flure und Treppenhaus vorgenommen.
Im Rahmen der Sanierung der Fassadenbereiche und der damit einhergehenden Verbesserung der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle wurden die Klassenräume mit einer Abluftanlage ausgestattet. Diese wird über Präsenzmelder gesteuert und verbessert die Raumluftqualität in den Klassenräumen nachhaltig.
Die aktuell vorhandene Kesselanlage war mit 80 kW deutlich zu groß und bereits 19 Jahre alt. Nach der Sanierung wurden nur noch rund 30 kW benötigt. Als neuer Kessel wurde ein Brennwertgerät eingesetzt. Dies stellt eine wesentliche Effizienzsteigerung dar.
Die im Zuge der Neuerstellung des Heizungsnetzes umfangreichen Arbeiten an Innenwänden und Decken wurden genutzt werden, um auch im Bereich der Abwasser- und Elektroinstallation Sanierungsarbeiten durchzuführen, da diese nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen entsprachen. Die Elektroinstallation umfasste die energetisch wirksame Erneuerung der Beleuchtung und den Einbau einer Brandmeldeanlage.
Kosten
Die Baukosten belaufen sich auf ca. 580.000 €.