WSW tauschen Bleileitungen aus

angelaufene Verbindung zwischen Blei- und Kupferrohr
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Die Wuppertaler Stadtwerke haben in alten Unterlagen Hinweise auf Trinkwasser-Hausanschlüsse mit Blei entdeckt. Da ab 2013 verschärfte Grenzwerte gelten, sollen die Bleileitungen nun verschwinden.
Bei der Sichtung von Mikrofilmen fürs digitale Informatinsnetz der Stadtwerke ist noch eine Anzahl von alten Trinkwasser-Hausanschlüssen aufgetaucht, bei denen Bleirohre verarbeitet wurden. Betroffen sind etwa 200 der 52.000 Wuppertaler Hausanschlüsse.

Die daraufhin entnommenen Wasserproben belegen, dass die gefundenen Konzentrationen bis auf eine Ausnahme weit unter dem aktuellen, gesetzlich vorgegebenen Grenzwert liegen. Weil Blei aber vor allem für Schwangere und kleine Kinder auch in geringen Dosierungen gesundheitsgefährdend sein kann und vereinzelte Überschreitungen des verschärften Grenzwerts der Trinkwasserverordnung, der ab Dezember 2013 gilt, nicht ausgeschlossen werden können, haben sich die WSW in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt dazu entschlossen, vorsorglich alle Betroffenen anzuschreiben und über den Sachverhalt zu informieren. Inhalt des Schreibens ist - neben Hinweisen des Gesundheitsamtes zur Vorsorge - auch die Ankündigung, dass die belasteten Hausanschlüsse bis Ende des Jahres ausgetauscht werden.

Die Kosten werden auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Blei war bis Anfang der 1960er-Jahre auf Grund seiner Korrosionsbeständigkeit und leichten Formbarkeit das Standardmaterial für Wasserleitungen kleinen Querschnitts. Seitdem wurde bei Neubau und Sanierungen Stahl oder Kunststoff (Polyethylen) verwendet. Bei Installationen innerhalb der Häuser wurde das Material bis Mitte der 1970er-Jahre verwendet.
03.03.2010
 

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Blei im Wasser

Das Gesundheitsamt informiert

Das Gesundheitsamt der Stadt Wuppertal ist für die Überwachung der Einhaltung der Trinkwasserverordnung und der darin genannten Grenzwerte vom Wasserwerk bis zum häuslichen Zapfhahn zuständig.