Blei im Trinkwasser?

angelaufene Verbindung zwischen Blei- und Kupferrohr
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Das Gesundheitsamt der Stadt Wuppertal ist für die Überwachung der Einhaltung der Trinkwasserverordnung und der darin genannten Grenzwerte vom Wasserwerk bis zum häuslichen Zapfhahn zuständig.
Grundsätzlich ist das Wuppertaler Trinkwasser von einwandfreier Qualität. Auf den letzten Metern der Versorgungsleitungen vor dem Zapfhahn des Verbrauchers kann es jedoch durch alte Bleileitungen zu erhöhten Bleigehalten im Trinkwasser kommen. Ursache können noch vorhandene bleihaltige Hausanschlüsse, Hausinstallationen und Armaturen sein, die ganz oder zum Teil aus Blei bestehen oder Blei als Legierungsbestandteil beinhalten.

Gesundheitliche Wirkungen von Blei

Seit dem 1. Dezember 2003 gilt für Blei im Trinkwasser ein Grenzwert von 25 μg/l (Mikrogramm je Liter). Dieser Grenzwert wird am 1. Dezember 2013 auf 10 μg/l abgesenkt. Die regelmäßige Aufnahme geringer Bleimengen kann zu einer chronischen gesundheitlichen Belastung führen. Sie beeinträchtigt die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Die empfindlichste Gruppe sind Kleinkinder und damit indirekt auch Schwangere, da das sich entwickelnde Nervensystem Ungeborener im Mutterleib besonders sensibel reagiert.
Blick auf eine um ein Fallrohr gebogene Bleileitung
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Blei im Trinkwasser?

Das Vorkommen von Blei im Trinkwasser ist in Deutschland meistens durch Korrosion von Rohrleitungsmaterialien bedingt. Wichtigste Ursache für erhöhte Bleiwerte im Trinkwasser sind Hausinstallationen und Hausanschlussleitungen aus Blei, die teilweise noch bis Anfang der siebziger Jahre verbaut worden sind. Daneben können auch andere Installationsmaterialien, wie verzinkte Stahlrohre und Messingarmaturen, gewisse Mengen an Blei abgeben. Obwohl in den letzten Jahren in Deutschland viele Bleileitungen gegen Rohre aus anderen Materialien ausgetauscht worden sind, sind diese noch in zahlreichen Haushalten vorhanden.

Was kann ich tun?

Auch nach dem Austausch eines gegebenenfalls vorhandenen Blei-Hausanschlusses kann der jetzt gültige und der ab Ende 2013 abgesenkte Grenzwert der Trinkwasserverordnung durch im Haus vorhandene Bleileitungen überschritten werden. Deshalb sollten Trinkwasserinstallationen in Wohngebäuden, die bis 1973 errichtet wurden, rechtzeitig auf das Vorhandensein von Bleileitungen überprüft werden. Verantwortlich ist der jeweilige Hauseigentümer. Sichtbare Bleileitungen lassen sich anhand folgender Merkmale erkennen: Sie sind silbergrau, weich und biegsam, haben einen dumpfen Ton im Klopftest, sind mit wulstigen Lötstellen ver-bunden und nicht magnetisch. Ob nicht sichtbare bleihaltige Steigleitungen der Hausinstallation den Grenzwert der Trinkwasserverordnung einhalten, lässt sich durch ein gestaffeltes Probenahmeverfahren (Stagnationsproben) klären. Sofern sichtbar Bleileitungen vorhanden sind, sollte das Wasser vorsichtshalber nicht als Trinkwasser und für die Nahrungszubereitung für Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder verwendet werden. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung stehen im Handel Wässer mit dem Aufdruck "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" zur Verfügung.
 

Kontakt

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Häufige Fragen

WSW tauschen Bleileitungen aus

Die Wuppertaler Stadtwerke haben in alten Unterlagen Hinweise auf Trinkwasser-Hausanschlüsse mit Blei entdeckt. Da ab 2013 verschärfte Grenzwerte gelten, sollen die Bleileitungen nun verschwinden.