Klima & Energie
Klimaschutz ist eine Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft, aber auch jeder Gebietskörperschaft, jedes Unternehmens und jedes Einzelnen.
Die menschenverursachte Erwärmung ist im Wesentlichen eine Folge der ungebremsten Verbrennung fossiler Energien, also von Kohle, Öl und Erdgas. Der pro-Kopf-Verbrauch der Industriestaaten ist weder von dessen Klimawirkungen noch von den begrenzten Vorräten her auf die ganze Welt und die kommenden Generationen übertragbar. Die Industriestaaten sind deshalb in erster Linie gefordert, ihren Verbrauch an fossilen Energien auf ein zukunftsfähiges, klimaverträgliches Maß zu reduzieren. Energie zu sparen und die Energievorräte besser auszunutzen (Energieeffizienz) sowie der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen sind die allgemein anerkannten Strategien dafür. Dass diese Umsteuerung nicht zu lange dauert, ist unsere Hoffnung und unsere Aufgabe.
Die Stadt Wuppertal ist seit 1991 Mitglied des Klima-Bündnisses europäischer Städte und Gemeinden. Das vom Rat der Stadt Wuppertal beschlossene CO2-Minderungskonzept stammt aus dem Jahr 1996. In einer Arbeitsgruppe Örtliches Energieversorgungskonzept beraten Fachleute der Stadtverwaltung, der Wuppertaler Stadtwerke und der Abfallwitschaftsgemeinschaft regelmäßig den Stand der Umsetzung, bilanzieren Erfolge und Misserfolge und planen Projekte und Maßnahmen. 2003 erhielt Wuppertal als eine der ersten deutschen Städte den European Energy Award als Auszeichnung für ihre energie- und klimaschutzpolitischen Anstrengungen. Diese Auszeichnung wurde 2006 erneuert. Besondere Unterstützung erfährt die Klimaschutz- und Energiepolitik der Stadt Wuppertal dadurch, dass hier das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie die EnergieAgentur Nordrhein-Westfalen ihren Sitz haben.
Da die Klimaerwärmung in Folge der bereits geschehenen, nur langfristig abzubauenden Kohlendioxidanreicherung in der Erdatmosphäre unvermeidbar ist, lediglich das Ausmaß lässt sich durch Klimaschutzanstrengungen mindern, muss sich die Stadt Wuppertal auch mit deren Folgen auseinander setzen. Die Vorsorge vor extremen Wetterereignissen (Starkregen, Stürme, Hitzewellen usw.) gehören ebenso dazu wie die Sorge um die natürliche Artenvielfalt.




