Lärmaktionsplanung
Was bedeutet Lärmaktionsplanung?
Lärmaktionspläne sollen eine Lärmminderung in besonders belasteten Gebieten erreichen. Dazu können die Gemeinden in den Plänen bestimmte Maßnahmen festlegen und Prioritäten für deren Realisierung setzen.
Das Hauptziel der Planung ist eine höhere Lebensqualität in den Städten. Konkret geht es darum, potenziell gesundheitsgefährdende Lärmbelastungen zu vermeiden, Belästigungen zu verringern und den Bewohnern der Städte einen ungestörten Schlaf zu ermöglichen.
Wie ist die Vorgehensweise der Lärmaktionsplanung in Wuppertal?
Die Vorgehensweise der Lärmaktionsplanung für die Stadt Wuppertal orientiert sich an der Umgebungslärmrichtlinie und beinhaltet folgende Schwerpunkte:
● Bestandsanalyse,
● Maßnahmenplanung und Wirkungsanalysen,
● Ruhige Gebiete und
● Information und Beteiligung der Öffentlichkeit.
In der Bestandsanalyse wird die Lärmsituation in Wuppertal näher beleuchtet und die für die Aktionsplanung relevanten Vorhaben und Planungen beschrieben und ausgewertet.
Darauf aufbauend erfolgt die Zusammenstellung geeigneter Maßnahmen zur Lärmminderung in Wuppertal, welche zu Planfällen zusammengefasst werden. Die entwickelten, diskutierten und zu Planfällen zusammengefassten Maßnahmen werden hinsichtlich ihrer verkehrlichen und akustischen Wirkung abgeschätzt, um letztendlich sinnvolle Maßnahmen zur Lärmminderung zu empfehlen und Prioritäten zu setzen.
Die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit ist wesentlicher Bestandteil des Lärmaktionsplanes. Darin enthalten sind öffentliche Ausschusssitzungen, Presseinformationen und Öffentlichkeitsveranstaltungen, in denen die Möglichkeit gegeben wird, sich über den Lärmaktionsplan zu informieren und eigene Anregungen einzubringen, welche im Lärmaktionsplan geprüft werden.
Wie kann der Lärm gemindert werden?
Der städtische Lärmaktionsplan verfolgt verschiedene, sich ergänzende Strategien zur Minderung des Verkehrslärms:
- Der Verkehrslärm kann langfristig vermieden werden, beispielsweise durch die Schaffung von verkehrssparsamen Siedlungsstrukturen und durch die Stärkung des sogenannten Umweltverbundes (Bus / Bahn, Fuß- und Radverkehr).
- Die verbleibenden Kfz-Verkehre können kurz- und mittelfristig verträglicher abgewickelt werden, beispielsweise durch neue Fahrbahnen oder niedrigere Geschwindigkeiten.
- Schließlich kommt in besonders hoch belasteten Bereichen baulicher Schallschutz in Frage, wie Lärmschutzwände oder Lärmschutzfenster.
- In Aktionsplänen wird auch eine räumliche Verlagerung von Verkehren in andere (weniger sensible) Straßen angestrebt.
Was versteht man unter "ruhigen Gebieten"?
Neben der Minderung von hohen Lärmbelastungen nennt die EG-Umgebungslärmrichtlinie auch die Identifizierung so genannter ruhiger Gebiete. Mit der Festlegung von ruhigen Gebieten sollen diese Bereiche durch entsprechende Maßnahmen gegen eine Zunahme des dortigen Lärms geschützt werden. Als ruhige Gebiete können Bereiche gelten, die im Vergleich zu ihrer Umgebung eine geringe Lärmbelastung aufweisen und die von den Wuppertaler Bürger/innen als Erholungsort empfunden werden.
Was kann Jeder selbst tun?
Auch jeder Einzelne kann durch sein eigenes Verhalten zu einer Lärmsenkung beitragen:
- Eine langsamere und stetige Fahrweise trägt durch geringere Abroll- und Motorgeräusche zur Lärmminderung bei (und spart Benzin!).
- Jeder Autofahrer kann sein Auto mit lärmarmen Reifen leiser machen.
- Wer auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigt, verringert den Verkehrslärm insgesamt.




