Pflegeberatung
Alltagshilfen
Wohnen mit Unterstützung

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In der palliativen und hospizlichen Versorgung geht es insgesamt um Patienten mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung (z.B. Aids, Krebs) und mit sehr begrenzter Lebenserwartung sowie ihnen nahe stehende Personen. Heilende Behandlungen sind bei diesen Patienten ausgeschöpft und nicht mehr angezeigt, eine schmerz- und symptomlindernde Versorgung ist dagegen noch möglich.
Bei der Palliativmedizin steht überwiegend die medizinische Versorgung im Vordergrund, d.h. sie wird im Akutfall angeboten.
Im Hospiz bzw. bei den ambulanten Hospizdiensten hingegen bildet überwiegend die Pflege und psychosoziale Betreuung den Schwerpunkt. Eine exakte Trennung der Begriffe ist schwierig und kann aufgrund der angebotenen Leistungen auch als nicht sinnvoll erachtet werden.


Ambulante Palliativpflege

Da die meisten Menschen ihr Lebensende in der vertrauten häuslichen Umgebung verbringen möchten, können sich die Sterbenden – sofern dies möglich ist – von einem ambulanten Dienst betreuen lassen.

Bei der ambulanten Palliativversorgung werden ärztliche und pflegerische Leistungen erbracht, die bei Bedarf auch rund um die Uhr angeboten werden können. Die Schwerpunkte der ambulante Palliativpflege sind in erster Linie medizinisch ausgerichtet und umfassen die vorrangige Schmerztherapie und Symptomkontrolle.

Ambulante Palliativpflege („Palliativ Care“) darf nur von einem darauf spezialisierten Pflegedienst erbracht werden. Darüber hinausgehende Begleitleistungen wie z.B. Sterbebegleitung und Begleitung/Betreuung der Angehörigen werden nicht finanziert. Sie können ggf. ergänzend von ambulanten Hospizdiensten erbracht werden, deren Leistungen grundsätzlich kostenfrei sind (s.u.).

In NRW ist die ambulante Palliativpflege Teil der Regelversorgung und wird somit von den Krankenkasse finanziert.

In Wuppertal ist mit dem Caritasverband Wuppertal e.V. bislang nur ein anerkannter qualifizierter Palliativpflegedienst tätig.


Palliativstationen

Charakteristisch für die Palliativstationen in einem Krankenhaus ist das multiprofessionelle Team aus Ärzten, Krankenpflegekräften, Sozialarbeitern, Seelsorgern, Psychologen, Therapeuten sowie ehrenamtlichen Hospizhelfern. Zusätzlich zur Schmerztherapie kann somit auch eine umfassende psychologische und seelsorgerische Begleitung und Unterstützung der Patienten und ihrer Angehörigen ermöglicht werden.

Die Palliativstation ist keine Sterbestation. Ziel ist es, krankheits- und therapiebedingte Beschwerden zu lindern und, wenn möglich, die Krankheits- und Betreuungssituation der Betroffenen so zu stabilisieren, dass sie wieder entlassen werden können. Oftmals besteht eine enge Zusammenarbeit mit ambulanten Hospizdiensten. Die Palliativstationen werden von den Krankenkassen als Krankenhausabteilung anerkannt. Die Kosten werden mit dem jeweils gültigen Pflegesatz mit der Krankenkasse des Patienten abgerechnet.

Palliativstationen stehen im Helios-Klinikum sowie in den Kliniken St. Antonius (Petruskrankenhaus) zur Verfügung. Beide Stationen verfügen über jeweils 6 Betten.


Ambulante Hospizdienste

Ambulante Hospizarbeit wird in der Regel durch einen zugelassenen ambulanten Hospizdienst erbracht.

Die ambulanten Hospizdienste erbringen palliativ-pflegerische Beratung durch entsprechend ausgebildete Fachkräfte und stellen die Gewinnung, Schulung, Koordination und Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Sterbebegleiter sicher. Die ehrenamtlichen HospizhelferInnen arbeiten unentgeltlich und betreuen zu Hause, im Krankenhaus oder Pflegeheim. Sie arbeiten mit anderen ambulanten Diensten in enger Kooperation zusammen, verrichten aber keine pflegerischen Tätigkeiten. Vorrangig leisten sie Besuchsdienste, führen Gespräche mit Patienten und Angehörigen und hören zu. Zusätzlich übernehmen sie z.B. Sitzwachen, erteilen Informationen und vermitteln Ansprechpartner u.a. zu sozialrechtlichen Fragen.

In Wuppertal gibt es 6 ambulante Hospizdienste.
Ambulante Kinderhospizdienste werden in Wuppertal durch den Kinderhospizdienst  "Pusteblume" der Diakonie Wuppertal sowie dem Kinderhospizdienst der Caritas angeboten.

Anbieter Erreichbarkeit Leistungsinhalt
Ambulanter Hospizdienst Lebenszeiten e.V.
Schusterstr. 1
42105 Wuppertal
Tel. 02 02/ 4 59 88 19
Fax 02 02/ 7 58 55 45
Ansprechpartnerinnen: Frau Schlegel,
Frau Behrendt
Email: info@hospizwuppertal.de
Internet: www.hospizwuppertal.de
Einfühlsame Beratung und Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen durch ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer, palliative Beratung in Zusammenarbeit mit dem Palliativnetzwerk Wuppertal, Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Trauerberatung und Trauercafe, Ausbildung für HospizhelferInnen.
Caritasverband  Wuppertal/Solingen
Palliativer Hospizdienst
Laurentiusstr. 9
42103 Wuppertal
Tel. 02 02 / 389 03 6310
Fax 02 02 / 389 03 3063
Ansprechpartnerinnen: Frau Kirchmann, Frau Koll
Email: hospizdienste@caritas-wsg.de
Internet: www.caritas-wsg.de
Begleitung schwerkranker Menschen und ihrer Familien, Palliativberatung, regelmäßige ehrenamtliche Besuche, Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Vernetzung zu (Palliativ-)Ärzten, (Palliativ-) Pflegediensten, Palliativstationen, stationärem Hospiz, verschiedene kostenlose Trauerangebote, Trauergruppe für Kinder (auch für Kinder von vom Tod bedrohter Angehöriger), psychologische Beratung, Beratung zum "Persönlichen Budget", Ausbildung zum Hospizhelfer, Palliativer Hausbetreuungsdienst
Caritasverband  Wuppertal/Solingen
Kinder- und Jugendhospizdienst Bergisch Land
Laurentiusstr. 9
42103 Wuppertal
Tel. 0202 / 389 03 6312
Fax 0202 / 389 03 3063
Ansprechpartnerinnen: Frau Kirchmann, Frau Smailes
Email: hospizdienste@caritas-wsg.de
Internet: www.caritas-wsg.de
Begleitung lebenslimitiert erkrankter Kinder und Jugendlicher und ihrer Familien, Palliativberatung, regelmäßige ehrenamtliche Besuche, Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Vernetzung zu Kinderärzten, (Palliativ-) Kinderpflegediensten, Pädiatrisches-Palliativteam (SAPV), stationären Kinderhospizen, verschiedene kostenlose Trauerangebote, Trauergruppe für Kinder/Geschwistergruppe (auch für Kinder von vom Tod bedrohter Angehöriger), Psychologische Beratung, Beratung zum "Persönlichen Budget", Ausbildung zum Kinderhospizhelfer.
Christlicher Hospizdienst im Wuppertaler Westen e.V.
Vohwinkeler Feld 39
42327 Wuppertal
Tel. 02 02/ 73 90 253
Fax 02 02/ 73 90 228
Ansprechpartner: Frau Hanke-Kern
Email: info@christlicher-hospizdienst.de
Internet: www.christlicher-hospizdienst.de
Sterbebegleitung, persönliche Beratung für Angehörige von Sterbenden und für Pflegekräfte, Vorbereitungskurse für ehrenamtliche Hospizhelfer/innen, Trauergruppen, Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
Ev. Altenhilfe Wichlinghausen gGmbH
Ambulanter Hospizdienst Barmen
Stollenstr. 2-6
42277 Wuppertal
Tel. 02 02/ 25 29 738
Fax 02 02/ 25 29 732
Ansprechpartner: Frau Grünewald
Email: gruenewald@ev-altenhilfe.de
Internet: www.ev-altenhilfe.de
Sterbebegleitung im ambulanten Bereich, palliativpflegerische Beratung, Vorbereitungskurse für ehrenamtliche HospizhelferInnen
Hospizdienst "Die Pusteblume"
der Diakonie Wuppertal

Hospizbüro:
Blankstr. 5, 42119 Wuppertal
Postanschrift:
Deweerthstr. 117, 42107 Wuppertal
Tel. 02 02/ 4305 124
Fax 02 02/ 4305 122
Ansprechpartner:  Katharina Ruth, Rolf Justus
Email: hospizdienst@diakonie-wuppertal.de
Internet: www.hospizdienst-wuppertal.de
Begleitung von schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen, regelmässige verlässliche Besuche, Beratung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Palliativversorgung, Kontakte zu ambulanten Pflegediensten, Hausärzten, Krankenhäusern, stationärem Hospiz, Trauergruppen, Vernetzung mit den Beratungsangeboten der Diakonie Wuppertal (Beratung von Familien, von  Kindern und Jugendlichen, von Migranten, Schuldnerberatung, Betreuungsverein), Ausbildung zum/zur Hospizhelfer/in
Kinderhospizdienst Pusteblume der Diakonie Wuppertal
Hospizbüro:
Blankstr. 5, 42119 Wuppertal
Postanschrift:
Deweerthstr. 117, 42107 Wuppertal

Tel. 02 02/ 4305 124
Fax 02 02/ 4305 122
Ansprechpartner:
 Rolf Justus
Email:
hospizdienst@reformiertes-gemeindestift.de
Internet: www.hospizdienst-wuppertal.de

 

 

Begleitung lebensbegrenzend erkrankter Kinder und Unterstützung der gesamten Familie, regelmässige, verlässliche Besuche durch ausgebildete, ehrenamtliche KinderhospizbegleiterInnen, Beratung in sozialen, seelischen und palliativen Fragen, Koordinierung von Hilfsangeboten, Kontakte zu Kinderärzten und Kinderpflegediensten, auch zur Palliativversorgung sowie zu Kinderkliniken und stationären Kinderhospizen, Vernetzung mit den Beratungsangeboten der Diakonie (Beratung von Familien, von Kindern und Jugendlichen, von Migranten, Schuldnerberatung, Betreuungsverein), Ausbildung zum/zur Kinderhospizbegleiter/in

Verein freikirchliche ev. Gemeinden in Wuppertal zur Förderung des christlichen Hospizes e.V.
Am Dorpweiher 7
42115 Wuppertal
Tel. 02 02/ 71 40 89
Ansprechpartner: Frau Ries
Email: claudia.ries@web.de
Begleitung Sterbender und ihrer Familien, Aufbau ehrenamtlicher ambulanter Hospizgruppen


Stationäre Hospizbetreuung

Die Hospizpflege hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Menschen in der letzten Phase des Lebens zu begleiten und ein Sterben in Würde zu ermöglichen.

Wenn die häusliche Pflege eines schwer erkrankten Menschen in der eigenen Wohnung oder bei seiner Familie nicht mehr geleistet werden kann und eine Krankenhausbehandlung nicht angemessen ist, bieten Hospize Leistungen der stationären Krankenpflege. Hier handelt es sich meist um kleinere überschaubare Einrichtungen , die den speziellen Bedürfnissen des Sterbenden entgegenkommen und das familiäre Umfeld mit einbeziehen. Die Betreuung der Kranken wird von speziell ausgebildeten Pflegefachkräften, Sozialarbeitern und Seelsorgern, die ärztliche Versorgung durch die jeweiligen Hausärzte, die durch erfahrene Palliativmediziner und Fachärzte unterstützt werden, sichergestellt. Neben den Angeboten der psychosozialen und seelsorgerlichen Begleitung werden schwerpunktmäßig gezielte Schmerztherapie und intensive Krankenpflege erbracht. Unterstützt werden die hauptamtlichen Kräfte durch speziell geschulte Helfer und /-innen (Hospizhelfer), die meist ehrenamtlich arbeiten.

Die Hospizpflege wird anteilsmäßig durch Leistungen der Krankenkasse, der Pflegekasse, Eigenanteile des Trägers und des Gastes (bzw. durch Sozialhilfe) finanziert.

Das erste Hospiz in Wuppertal (Christl. Hospiz Wuppertal-Niederberg gGmbH) wurde Mitte 2007 eröffnet und kann 12 Gäste betreuen .