Die Schwebebahn
Weltbekanntes Wahrzeichen Wuppertals und gewissermaßen die Hauptschlagader des Öffentlichen Personennahverkehrs ist die Schwebebahn.
Diese quicklebendige Bahn präsentiert sich nicht nur als Wahrzeichen und Denkmal, sondern auch seit der Einweihung im Jahr 1900 als ein für Wuppertal unentbehrliches Verkehrsmittel.
Die Schwebebahn in Zahlen
85.000 Fahrgäste schweben Tag für Tag kreuzungsfrei mit ihr durch die bergische Großstadt. Eis und Schnee stören sie wenig. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h dauert die luftige Fahrt von Endstation zu Endstation knapp 35 Minuten. Insgesamt gibt es an der 13,3 Kilometer langen Strecke 20 Bahnhöfe - vom Jugendstil-Bahnhof Werther Brücke bis zur supermodernen, erst 1999 eröffneten, Glaskonstruktion Kluse.
Der stahlharte Drache
Die Schwebebahn, die sich "wie ein stahlharter Drachen mit vielen Bahnhofsköpfen und sprühenden Augen über den Fluss legt und wendet" (so die Dichterin Else Lasker-Schüler, bekannteste Tochter der Stadt) war für die Wuppertaler keine Liebe auf den ersten Blick: Aufgebrachte Bürger schrien Zeter und Mordio, als die traditionsreichen Schwesterstädte Barmen und Elberfeld - erst viel später (1929) schlossen sie sich mit weiteren Gemeinden zur Großstadt Wuppertal zusammen - um die Jahrhundertwende grünes Licht für den Bau des "Tausendfüßlers" gaben. Allen Unkenrufen zum Trotz entpuppte sich die Schwebebahn sehr bald als Lieblingskind der Wuppertaler und Touristen-Attraktion Nummer Eins.
Die Geschichte von Tuffi
Endgültig weltberühmt wurde die Schwebebahn durch einen jungen Elefanten namens Tuffi. Am 21. Juli 1950 bestieg Tuffi eine Schwebebahn, um für ein Gastspiel des Circus Althoff Reklame zu machen. Ob es ihm im Wagen nun zu hoch oder zu eng war - nach kurzer Fahrt hatte der Elefant den Rüssel gestrichen voll. Er durchbrach die Seitenwand, sprang ins Freie und landete in der Wupper. Das brachte ihm eine Schramme am Po und weltweite Berühmtheit ein.










