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Von der Heydt-Museum Wuppertal

Internationale Kunst des 16.-20. Jahrhunderts
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Service für Eltern bei Ausstellungseröffnungen

Die Kunsthalle Barmen bleibt wegen Umbaumaßnahmen bis auf Weiteres geschlossen.

Dies betrifft nicht die Ausstellungen im Von der Heydt-Museum
 
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Von der Heydt-Museum

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Kunsthalle Barmen

01.06.2010 - 15.08.2010
NUDE VISIONS
150 Jahre Körperbildung in der Fotografie



Info zur Ausstellung

14.09.2010 - 30.01.2011
Pierre Bonnard
Dialoge




Info zur Ausstellung

 































 
 




   




























01.06.2010 - 15.08.2010

NUDE VISIONS
150 Jahre Körperbildung in der Fotografie





 



 
 

Unsere Ausstellung widmet sich einem der wichtigsten, reizvollsten und interessantesten Themen der Fotografie: der Aktfotografie. Mit einer umfangreichen Auswahl von Beispielen aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum stellen wir die Entwicklungen, Möglichkeiten und Höhepunkte der künstlerischen Aktfotografie von ihren Anfängen bis heute vor.
Sehr geläufig im 19. Jahrhundert waren die so genannten „Akademien“, Bildtafeln, die sich an kunsthistorischen Vorbildern der Antike und der Renaissance orientierten und Zeichnern, Malern und Bildhauern als Studienvorlage dienten. Bald entwickelten Fotografen eigene künstlerische Ambitionen und inszenierten, zunächst im Atelier, ihre Aktmodelle in mythologischen oder historischen Rollen. Ab 1870/80 entstanden – als Visionen eines irdischen Arkadiens – die ersten Freilichtakte im mediterranen Süden Italiens und Nordafrikas.
Aus dem populären Genre der Aktfotografie um 1900 heben sich die Bestrebungen einiger Fotografen heraus, den menschlichen Körper mit sphärischer Weichzeichnung physisch entrückt als künstlerisches Sujet zu nobilitieren. Auch im Rahmen der damals aufkommenden Lebensreform-Bewegung, die der Freikörperkultur breiten Raum gab, hatte die Aktfotografie eine wichtige Bedeutung. Mit der Neuen Sachlichkeit und dem Surrealismus der 20er und 30er Jahre erhielt die Aktfotografie durch experimentelle Techniken wie Mehrfachbelichtung und Collage neue Impulse zur Verfremdung, Fragmentierung und Entmaterialisierung.
In den 50er und 60er Jahren ist neben der Richtung der „subjektiven Fotografie“, welche die abstrakt-experimentellen Ansätze fortsetzte, eine Rückkehr zur Natürlichkeit des Aktbildes in der Fotografie zu beobachten. Die subjektive Körpererfahrung wurde wichtig bei den im Bereich der Body-Art und Performance tätigen Fotokünstlern der 70er Jahre und von ihnen auch in politischer Absicht eingesetzt. Die Phänomene eines neuartigen Exhibitionismus, begleitet durch die digitale Fotografie mit ihrer Manipulierbarkeit der Bilder, fordern heute zur Auseinandersetzung mit provokativen, teils pornographischen Bildern und Situationen, wie sie z. B. über das Internet Verbreitung finden. Mit dem Überblick über 150 Jahre Körperfotografie vermittelt die Ausstellung zugleich den Wandel von Schönheitsidealen und Moralvorstellungen. Indem wir den Fotografien Aktbilder aus der Gemäldesammlung des Von der Heydt-Museums gegenüberstellen, gewinnt unsere Ausstellung zusätzlich Spannung durch eine Konfrontation der Medien.


   











 

 

 

 

 

 




















 


 
 












 

 


 

 




































 
 



   





























 




 



 

   









 

 

 










 

















14.09.2010 - 30.01.2011
Pierre Bonnard
Dialoge


 




 

Pierre Bonnard (1867–1947) war ein Magier der Farbe. Der französische Maler und Graphiker fand seine Motive vor allem in Paris, in der Normandie und an der Côte d‘Azur: Straßenszenen, Frauen, Kinder, Stillleben, Ateliers und andere Innenräume, aber auch üppig blühende Gärten, sommerliche Terrassen und lichterfüllte Landschaften. Seine sinnlichen Kompositionen wirken heute wie Balsam für die Seele. Dabei sind sie schwierigen Lebenssituationen geradezu abgetrotzt. Unsere Ausstellung zeigt seinen Weg vom talentierten Anfänger, der mit dem Impressionismus groß geworden ist und sich als Mitglied der Künstlergruppe „Nabis“ hervorgetan hat, bis zum Individualisten, der sich nur schwer einordnen läßt.
In über 120 Gemälden, Zeichnungen und Graphiken wird deutlich, dass Bonnard ein leuchtendes Kolorit, aber auch ungewöhnliche Blickwinkel bevorzugt hat, ähnlich den japanischen Farbholzschnitten, die im 19. Jahrhundert Verbreitung fanden. Sein Werk hat sich im Dialog mit anderen Künstlern entwickelt, um dann mit Hilfe von neuen Formen der Zwiesprache zur Reife zu gelangen, bis es selbst Objekt des Interesses von Kollegen wurde. Entsprechende Zeugnisse der Wahlverwandtschaft machen ausgewählte Werke Bonnards und anderer Künstler deutlich.
Die Glück, Sorglosigkeit und Entspannung vermittelnden Bilder Bonnards – insbesondere die von Gärten, Terrassen und Landschaften – gehören zu den fortschrittlichsten Werken, die die Malerei seiner Zeit hervorgebracht hat. Sie drücken von starker Naturverbundenheit gespeiste Empfindungen aus und sind gleichzeitig Experimente mit der Autonomie der Farbe. Bonnard hat zwar die Grenze zur Abstraktion nie überschritten, seine Grenzgänge aber haben weitergewirkt. Dabei sprengte er konventionelle Gattungsgrenzen; neben „reinen“ Landschaften, Figurenbildern, Stillleben und Interieurs schuf er zahlreiche Arbeiten, die weder ganz dem einen noch ganz dem anderen Genre zuzuordnen sind. Die Aufhebung überkommener Trennlinien verfolgte er wie kaum ein zweiter Künstler durch die Beschäftigung mit der Wirkung von Spiegeln und Fenstern als Übergangszone zwischen Innenleben und Außenwelt und als Ort der Begegnung verschiedener Sphären.
Internationale Leihgaben zahlreicher namhafter Museen, Galerien und Privatsammlungen aus vielen Ländern, darunter selten ausgestellte Stücke, erlauben das Werk eines Künstlers kennen zu lernen und wiederzusehen, das seit einigen Jahren zurecht von einem größeren Publikum immer mehr geschätzt wird.


   







 

 

 

 

 

 

 

 

















 
 
 
 




   

 

 
















 

 

 
















 
 

 

   





 

 

 

 

 

 

 









 
 
 




   

 

 

 

 

 

 

 

 














Service für Eltern bei Ausstellungseröffnungen


  Der Kunst- und Museumsverein Wuppertal bietet zu den Eröffnungen der Wechselausstellungen im Von der Heydt- Museum ein Kinderprogramm an. Die Eltern haben die Möglichkeit, ungestört an den Eröffnungsveranstaltungen teilzunehmen.

Treffpunkt: 11.15 Uhr im Foyer des Museums.
Um 13.30 Uhr können die Kinder im Von der Heydt Studio- Wall 15 wieder abgeholt werden:



   



















 
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Alexej von Jawlensky
Mädchen mit Pfingstrosen, 1909

Edvard Munch
Mädchen mit rotem Hut, um 1905

Friedrich Overbeck
Bildnis Vittoria Caldoni, um 1821

Adolf Erbslöh
Mädchen mit rotem Rock, 1910

Arnold Böcklin
Flora, die Blumen weckend, 1876

Ernst Ludwig Kirchner
Bildnis Gerda, um 1914