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Haus und Sammlung
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Kees van Dongen:
August Freiherr von der
Heydt
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Mehr noch
als bei anderen vergleichbaren Instituten unseres Landes sind
die Geschicke dieses Museums seit 1902 zu Beginn von privater
Initiative bestimmt worden. Das Museum verfügt heute über
eine der reichsten internationalen Sammlungen in Deutschland,
und das ist vielen engagierten Wuppertaler Bürgern, vor
allem dem Mäzenatentum der Elberfelder Bankier- und Kunstsammlerfamilie
August (1851-1929) und Eduard (1882-1964) von der Heydt zu verdanken,
deren Namen das Museum seit 1961 trägt.
Um eine Gemälde- und Skulpturengalerie aufzubauen, wurden
zuerst von Bürgern der Stadt Bilder des 19. Jahrhunderts
geschenkt, bald aber bemühte man sich, auch Werke des 17.
Jahrhunderts als Grundstock der Sammlung beizufügen. So
kann man heute im Von der Heydt-Museum z.B. die Entwicklung
der Landschaftsmalerei von Patinir bis Ruysdael und von Constable
bis Cézanne fast lückenlos verfolgen.
Schwerpunkte der Sammlung sind das 24-teilige Konvolut des in
Elberfeld geborenen Hans von Marées, geschenkt von August
Freiherr von der Heydt und Geheimrat Jung und 20 Werke von Paula
Modersohn-Becker, dazu 5 Bilder von Spitzweg, 10 von Corinth,
5 von Munch und 5 von Picasso, dazu eine umfassende, bedeutende
Expressionisten-Sammlung. Aus dem 19. Jahrhundert sind darüber
hinaus in der Sammlung Werke von Blechen, Waldmüller, Constable,
Courbet, Daubigny, Rousseau, Degas, Redon, Gauguin, Toulouse-Lautrec,
Leibl, Liebermann und 7 Bilder von Hodler. Vor 1914 bereits
gelangten die Impressionisten und Nachimpressionisten ins Museum:
Sisley, Monet, Signac, Cézanne, Vlaminck, Skulpturen
von Rodin, Meunier, Lehmbruck, Hoetger.
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Hans von Marées:
Selbstbildnis mit
Hildebrand und Grant
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Ebenfalls
1911 wurde der erste Picasso (Akrobat und junger Harlekin) für
ein Museum überhaupt erworben, der bereits 1937 mit der
Aktion der Nationalsozialisten als entartet beschlagnahmt, 1939
in Luzern versteigert wurde, danach in belgischen Privatbesitz
kam und 1989 bei Christie's in London für 66,6 Millionen
DM versteigert wurde und nach Japan ging.
In Barmen, dem anderen Stadtteil von Wuppertal, hatte sich bereits
seit 1866 ein Kunstverein um Ausstellungsmöglichkeiten
bemüht.
Die ersten Ausstellungen des Barmer Kunstvereins fanden im Gesellschaftshaus
der Concordia am Werth statt. Die Räumlichkeiten dort waren
klein, und als die Concordia den Umzug in einen Neubau beschloss,
entstand die Idee zum Bau einer Kunsthalle.
1886 konnte ein Kunsthallenfond eingerichtet werden. Die Barmer
Stadtverwaltung beschloss im Dreikaiserjahr 1888 den Bau einer
Ruhmeshalle zu Ehren Kaiser Wilhelms I. und später auch
Kaiser Friedrichs III. Die Stadt stellte das Grundstück
zur Verfügung, und der Kunstverein bemühte sich um
die Finanzierung.
1895 schrieb der Denkmalausschuss einen Architektenwettbewerb
aus. Von 58 eingereichten Entwürfen erhielt der Barmer
Erdmann Hartig, Direktor der Barmer Kunstgewerbeschule, den
Zuschlag.
Nach dreijähriger Bauzeit wurde 1900 die Ruhmeshalle von
Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.
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| ©2004
Von der Heydt-Museum Wuppertal |
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