Regionale Kooperation
Regionale Zusammenarbeit bietet die Chance, gemeinsam auf die Herausforderungen des wirtschaftlichen Strukturwandels, des demografischen Wandels und der kommunalen Finanznot zu reagieren. Um auf nationaler und internationaler Ebene besser wahrgenommen zu werden, ist es für Städte einer Region unerlässlich, miteinander zu kooperieren.
Da auch benachbarte Städte als Wettbewerber um Einwohner, Investoren, Arbeitskräfte, Kunden und Besucher auftreten, gilt es immer wieder, Vereinbarungen zu treffen und Strategien zu entwickeln, die eine Balance zwischen Kooperation und Konkurrenz herstellen.
Regionale Zusammenarbeit im Bergischen Städtedreieck
Regionale Zusammenarbeit hat im Bergischen Städtedreieck eine längere Tradition. Bereits im Jahr 1992 wurden mit dem "Regionalbüro Bergisches Städtedreieck", das seit Mitte 2010 den Namen "Regionalagentur RSW" führt und sich auf die Themen Arbeitsmarkt und Beschäftigungspolitik konzentriert, erste Kooperationsstrukturen geschaffen. Diese erfolgreichen Ansätze bildeten eine gute Ausgangsbasis für die im Rahmen des Strukturprogramms "Regionale 2006" intensivierte regionale Zusammenarbeit.
Regionale 2006
Die REGIONALEN stellen ein Angebot des Landes Nordrhein-Westfalen an die Regionen dar, ihr regionales Profil zu stärken. Ziel ist es, sich im Zuge des internationalen und nationalen Wettbewerbs gemeinsam als Region zu positionieren und damit die Region als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum wettbewerbsfähig zu machen. Die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal haben seit 2001 unter dem Titel "Spurwechsel - Bergisches Städtedreieck" gemeinsam strukturwirksame Projekte entwickelt, die städtebauliche, kulturelle und wirtschaftliche Akzente für den Strukturwandel in der Region gesetzt haben. So wurden beispielsweise Stationen der industriekulturellen Entwicklung im Bergischen Städtedreieck zu thematischen Routen zusammengefasst und unter dem Stichwort "Erlebnis Industriekultur" als touristische Angebote profiliert.
Kooperationsprojekt Brückenpark Müngsten
Das Jahr 2006 markierte den vorläufigen Endpunkt dieses Entwicklungsprogramms. Im Rahmen der Bergischen Expo '06 wurden die Ergebnisse der Kooperation sowie die Leistungen und Qualitäten der Region präsentiert. Damit ist der Strukturwandel für das Bergische Städtedreieck zwar nicht abgeschlossen, aber einen wichtigen Schritt vorangebracht worden. Die im Rahmen der Regionale 2006 etablierte Kooperation wird durch die "Bergische Entwicklungsagentur GmbH" fortgesetzt.
Bergische Entwicklungsargentur
Seit ihrer Gründung im Oktober 2007 ist die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) die sogenannte operationelle Einheit der Kooperation. Dabei liegt der Schwerpunkt der Arbeit der BEA bei den Themen Wirtschaftsentwicklung, Tourismus und Regionalentwicklung. Dazu gehört auch das Standortmarketing für die Region Bergisches Städtedreieck.
Ein gemeinsames, regional koordiniertes Handlungs- und Strukturprogramm für die integrierte Stadt- und Regionalentwicklung des Bergischen Städtedreiecks, das die Impulse für die Wirtschafts- und Wissensregion und die qualitative Stärkung des Standortes als Lebens- und Kulturraum zusammenführt, ist als "Regionales Standortkonzept - Zukunfthoch3" von den Räten der Städte beschlossen worden. Die Bezeichnung "hoch³" soll dabei nicht nur die Richtung anzeigen, die die Region für die Zukunft eingeschlagen hat, sondern vor allem, dass sich hier die Stärken dreier Städte als Wirtschafts- und Lebensraum potenzieren.