Logo Ostersbaum

Soziale Stadt Ostersbaum

Wuppertal-Ostersbaum ist eines der typischen Wuppertaler Quartiere aus der Gründerzeit. Es liegt nahe der Elberfelder Innenstadt. In ihm wohnen ca. 11.000 Menschen. Seit Ende 1998 wird hier ein besonderes Handlungskonzept zur Verbesserung der Situation umgesetzt.

 

Seitdem tut sich viel im Stadtteil.

Ausgangspunkt für das Stadtteilentwicklungsprojekt waren einerseits die vorhandenen Stärken im Stadtteil:

  • gewachsenes soziales Miteinander und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit unterschiedlicher sozialer Träger und Einzelpersonen in der Stadtteilkonferenz
  • interessante städtebauliche Situationen und zum Teil noch intakte gründerzeitliche Straßenzüge

Anderseits wurde an den vorhanden Problemen angesetzt:

  • hoher Anteil von Sozialhilfeempfänger/-innen und Arbeitslosen im Stadtteil
  • wenig verfügbarer Freiraum und gleichzeitig überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche
  • verstärkter Rückzug von Betrieben und Einzelhandel aus dem Gebiet, mit dem Verlust von wohnortnahen Arbeitsplätzen und Einschränkungen im Bereich der Nahversorgung.

Aus dieser Ausgangssituation leiten sich auch die Ziele für die Entwicklung in Wuppertal-Ostersbaum ab:

Die soziale Situation der Bewohner/-innen soll verbessert werden. Ein wichtiger Ansatzpunkt liegt dabei insbesondere in den Entwicklungschancen der Kinder und Jugendlichen. Dazu gehört die Förderung in Elternhaus, Kindergarten und Schule genauso wie die Förderung des Berufseinstiegs; aber auch die Möglichkeit, dass sich Kinder und Jugendliche im Stadtteil bewegen können und neue Erlebnis- und Erfahrungsräume erhalten, die ihnen auch die Gelegenheit bieten, von- und miteinander zu lernen.

Dies bezieht aber auch die Verbesserung der Situation der Erwachsenen mit ein. Sie sollen einerseits die Möglichkeit erhalten, ihr Lebens(Wohn-)umfeld im Stadtteil aktiv mitzugestalten; Missstände zu benennen und zusammen mit den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung oder Dritten zu beseitigen. Andererseits sind ggf. auch besondere Hilfsangebote z.B. zur beruflichen Integration von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger/-innen oder für ältere Bewohner/-innen notwendig.

Darüber hinaus ist in diesem Stadtteil der Anteil der Bewohner/-innen nicht-deutscher Herkunft besonders hoch. Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es daher ein konstruktives Miteinander und den Dialog aller Bewohner/-innen - gleich welcher Herkunft, Status und Alters - zu fördern.

Die städtebauliche Qualität und die Qualität des Wohnquartiers soll attraktiver werden. Ansatzpunkte hierfür gibt es im Bereich der Grünflächengestaltung und -pflege, der Gestaltung und Sanierung der zahlreichen Treppen und bei der Wohnumfeldgestaltung, incl. eines verträglichen Miteinanders von Wohnen und Verkehr. In gleicher Weise dienen die Um- bzw. Wiedernutzung von besonders hervorragenden Bauten im Stadtteil und mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Wohnungsqualität im Bestand diesem Ziel.

Die ökonomische Situation der Betriebe und der erwerbsfähigen Bewohner/-innen soll verbessert werden. Dazu dienen einerseits die schon erwähnten Maßnahmen zur Qualifizierung und Beschäftigung, aber auch die Förderung und Einbeziehung der vorhandenen - überwiegend - Kleinbetriebe, z.T. mit ausländischen Eigentümer/-innen sowie ggf. die Neuansiedelung von Betrieben aus dem Bereich der Dienstleistungen oder der Kulturwirtschaft ("kreative Betriebe").

Die Identität des Stadtteils soll gestärkt und sein Image verbessert werden. Dazu gehören sowohl gemeinsam organisierte Stadtteil-Feste (Events) wie die "Lichterwege" auf den Treppen und das Spiel- und Sportfest, aber auch die Stärkung des Selbstbewusstseins des Stadtteils und seiner Bewohner/-innen bezogen auf die Geschichte des Stadtteils, seine - potentiellen - Stärken und die aktuellen Entwicklungen.

Das Handlungskonzept war Grundlage dafür, dass Ostersbaum als Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf durch das Land NRW anerkannt wurde. Seit 1998 wird der Stadtteil im Rahmen des Programms "Soziale Stadt NRW" gefördert.

 

In den Handlungsfeldern

  • Soziale Infrastruktur - Kultur und Bildung
  • Kinder und Jugendliche
  • Räume und Freiflächen
  • Verkehr
  • Wohnen
  • Betriebe und Arbeitsplätze
  • Integration
  • Identität und Image

sind seitdem zahlreiche Projekte realisiert worden. Das war nur möglich, weil neben der Stadt Wuppertal auch viele andere sich aktiv an der Entwicklung im Stadtteil beteiligt und Verantwortung übernommen haben. Neben den Mitteln der Städtebauförderung konnten auch noch andere Förderprogramme

 

Für das Jahr 2010 ist der Abschluss der geförderten Projektphase vorgesehen. Der Stadtteil bereitet sich darauf vor, das Erreichte auch nach Auslaufen der Projektförderung zu sichern.

 

Kontakt

+49 (202) 563 2879