Pressburger Treppe - Umbau der Treppe
Dieses Treppenkonzept wurde 2009 von der Architektenkammer NRW mit dem Preis "Lebendige Nachbarschaften - Das gute Quartier" ausgezeichnet. Das Projekt gilt als "ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung eines Kunstprojekts im öffentlichen Raum und eine damit verbundene nachhaltige Verbesserung des Stadtteil-Images." (AKNW)
Das Abschlussprojekt der Treppen-Kunst in Ostersbaum ist der Umbau der 133 Stufen langen Pressburger Treppe. Durch den charakteristische Treppenknick und die langen, dunklen Treppenkorridore weckt diese Treppe begründete Ängste und veranlasst bisher Anwohnerinnen und Anwohner, größere Umwege in Kauf zu nehmen.
In Anlehnung an die positiven Erfahrungen der anderen Treppenläufe wird die Pressburger Treppe von November 2010 bis zum Sommer 2011 nach einem Konzept der Künstlerin Diemut Schilling umgestaltet.
Entwurfskonzept Pressburger Treppe von Diemut Schilling
"Jump - StabhochspringerInnen aus dem Stadtteil" ist das übergreifende Thema für den langen, abknickenden Lauf der Preßburger Treppe. Diese Thema Entlang des Treppenlaufes als Wandgestaltung an den treppenbegrenzenden Mauern und Fassaden, unter Beteiligung von Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils mit Stäben aus Keramikelementen umgesetzt.
Neben der Gestaltung des engen Treppenlaufs liegt die große Herausforderung der Preßburger Treppe im Bereich des verwinkelten Treppenknicks, der die Sichtbeziehung in der Treppe behindert und einen bedrohlichen Angstraum schafft. Zentrales Ziel der Umgestaltung ist die Reduzierung des Angstraums in Kombination mit einer Aufwertung der Treppe durch die künstlerische Inszenierung. Unter Berücksichtigung der statischen Gegebenheiten sieht das Konzept daher eine weittestmögliche Abtragung der Flächenabsatzes im Treppenknick und damit die Entschärfung des Angstraums durch die so erzielte Verbesserung der Sichtbeziehungen vor.
Auf der neu geschaffenen schrägen Ebene in der prägnanten Mitte des Treppenlaufs wird das übergreifende Thema "Jump" dreidimensional. Die vorher flächigen Stäbe werden hier zu Stahlmikados. So integriert die Gestaltung formal den sonst oft als "nicht-zur-Treppe-gehörend" empfundenen Flächenabsatz in den begangenen Raum. Ein abgestimmtes Beleuchtungskonzept in den Stäben und entlang der Treppe sorgt auch bei Dunkelheit für eine helle und freundliche Atmosphäre.






