| Adresse | Hugostr. 29 |
| Stadtbezirk | Barmen |
| Denkmalnummer | 4234 |
| Eintragungsdatum | 16.06.2009 |
| Schutzumfang | gesamtes Gebäude, Anbau und die gesamte topografische Einbindung mit Wegeführungen und Bruchsteinstützmauern |
| Klassifizierung | Denkmal |
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Beschreibung Die o.g. Kapelle ist ein schlichter Saalbau aus unverputztem Bruchstein mit schiefergedecktem Satteldach, auf dem westlich ein offener Dachreiter sitzt; des Weiteren trägt jede Dachhälfte zwei verschieferte Sattelgauben. Östlich schließt in gleicher Firstrichtung zum Hauptbaukörper, aber niedriger und schmaler, sowie achsial versetzt, die Leichenhalle an. Die Westgiebel beider Baukörper sind verschiefert. Im Ostgiebel des Kapellenteils befindet sich ein rechteckiges Werksteinportal mit zierwerkbesetzten Pfeilern und bekrönemdem Kreuz. Darüber sitzt ein gewändeter Oculus. Der Eingangsbereich wird durch zwei kleinformatige rundbogige Fenster, linker- und rechterhand des Portals gelegen und wie des Rundfenster des Giebels formidentisch in Bruchstein gefasst, belichtet. Der Kapelleninnenraum ist beidseitig durch drei ebenfalls naturbruchsteingefasste Rundbogenfenster belichtet. Der Anbau weist südlich sieben gleich rhythmisierte, rechteckige Fensterformate auf, die mit Natursteingewänden versehen sind. In seiner nördlichen Fassade befindet sich erdgeschossig lediglich ein gewändetes, rundbogiges Fenster in der westlichen Achse. Das Untergeschoss ist durch zwei Türen in den äußersten Gebäudeachsen erschlossen. Der Kapelleninnenraum, der ursprünglich auch als Gottesdienststätte genutzt wurde, ist in schlichter Weise im Sinne des Neobarock ausgestattet. Geschwungene Bruchsteinstützmauern binden den Bau in das anfallende Gelände ein. Die Kapelle wurde 1926 durch den Architekten Professor Peter Klotzbach erbaut, der Lehrer an der Barmer Kunstgewerbeschule und Leiter der Bauberatungsstelle der Landkreise Mettmann und Solingen war. Er bemühte sich, in seinen Bauwerken an die alte bergische Tradition anzuknüpfen. In Material und Stilwahl ist dies auch bei der Friedhofskapelle Hugostr. deutlich ablesbar. Die Kapelle ist bedeutend für die Geschichte des Menschen – vornehmlich im Bergischen Land. Für ihre Erhaltung und Nutzung liegen künstlerische und wissenschaftliche – insbesondere architekturgeschichtliche – Gründe vor. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude, den Anbau und auf die gesamte topographische Einbindung mit Wegeführungen und Bruchsteinstützmauern. |