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| Stadtbezirk | |
| Denkmalnummer | B014 |
| Eintragungsdatum | 07.01.1997 |
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| Klassifizierung | Ortsfestes Bodendenkmal |
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Beschreibung Hundsschüppe auf dem Grundstück Gemarkung Ronsdorf, Flur 9, Flurstücke 103, 104, 420, 421, 422, 430, 505 Direkt 30 m nördlich des Gasthauses "Zillertal" befinden sich die Reste des Hammerwerkes "Hundsschüppe". Vom Betriebsgebäude sind das ehemalige Hüftmauerwerk und das Eishaus erhalten. Die Hüftmauer ist in Bruchsteintechnik aus Sandsteinquadern und Tonschieferplatten gearbeitet. Das eindrucksvolle aus Stahlplatten aufgebaute Eishaus besitzt eine Höhe von ungefähr 1,5 - 2 m und ist im unteren Teil in die Hüftmauer eingelassen. Der am Fuß der Hüftmauer beginnende, gut erhaltene Untergraben wird von kleinen Bruch- und Ziegelsteinen eingefasst und mündet nach ca. 7 m in die Gelpe, die stellenweise mit Trockenmauerwerk befestigt ist. Nördlich des ehemaligen Hammergebäudes schließt sich gelpeaufwärts der schmale, langgestreckte Hammerteich mit dem dazugehörigen Obergraben an. Der im Hangverlauf angelegte Teich ist gut erhalten, mit Wasser bespannt und wird talwärtig durch einen Damm abgesichert. Die Ableitung des Obergrabens von der Gelpe ist heute in Form einer Betonplatte mit einer vergitterten Schlacht zu erkennen. Während früher der Obergraben vom Untergraben des Friedrichshammer gespeist wurde, mündet dieser nach der Neuanlage des Wehrs nun seitlich der Schlacht in den Obergraben. Erste Eintragungen der Hundsschüppe sind im Urkataster von 1815 mit Nachtragungen von 1895 zu entnehmen. Hier werden neben dem Betriebsgebäude die Stauanlagen mit dem Eishaus (vgl. Planskizze) dargestellt. Die Eisenindustrie im Remscheid-Solinger Raum läßt sich bis ins hohe Mittelalter zurückverfolgen und erlangte durch Expansion größte Bedeutung im 16./ 17. Jahrhundert. In diesen Zeitraum fällt die Gründung des Hammerwerks Hundsschüppe, das am 07.06.1686 durch Herzog Wilhelm II. konzessioniert wurde. Zur Steigerung der Wasserkraft bezog Peter Mannes im Jahre 1719 zusätzlich zum Gelpewasser über einen neu angelegten Wassergraben Wasser aus dem Saalbach. Dies verdeutlicht die Erweiterung des industriellen Gewerbes und den daraus resultierenden Zugriff auf weitere Wasservorkommen. Das Wassertriebwerk blieb bis 1892 im Besitz der Familie Mannes. Unter dem neuen Eigentümer C. Noltzen erhielt die Anlage den Namen "Hundertschüppe" und wurde als Stahl- und Reckhammer ausgewiesen. Der Hammerbetrieb wechselte mehrfach seinen Eigentümer und verfällt seit den 1930er Jahren zusehends. Zustand/Erscheinungsbild: Die gesamten Stauanlagen sowie das Eishaus, das Hüftmauerwerk und der Untergraben wurden in gutem Erhaltungszustand angetroffen. Das Hüftmauerwerk ist stellenweise übermoost, der Bereich der Betriebsgebäude ist mit Gras und Niederbuschwerk bewachsen. Die gut erhaltene Stauanlage sowie das Hüftmauerwerk mit erhaltenem Eishaus stellen ein eindrucksvolles Zeugnis der eisenverarbeitenden Industrie im Gelpe-Saalbach-Gebiet dar. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand und bezugnehmend auf die angegebenen Quellen kann die Erhaltung weiterer Reste der Anlage im Boden angenommen werden. Sie erfüllen die Voraussetzung nach § 2 DSchG NW zum Eintrag in die Liste der geschützten Denkmäler. Für den Schutz und die Erhaltung stehen wirtschaftsgeschichtliche, bautechnische und volkskundliche Belange im Vordergrund, es besteht ein öffentliches Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf die erhaltenen, im Lageplan markierten Teile der Anlage. Literatur: Viebahn, Egon: Das Gelpetal. Remscheid 1975, S. 54 Viebahn, Egon: Hämmer und Schleifkotten im Gelpetal. Wuppertal 1985, S. 64ff; dort weitere Literaturhinweise |