| Adresse | Mühle Rädchen |
| Stadtbezirk | Ronsdorf |
| Denkmalnummer | B038 |
| Eintragungsdatum | 26.02.2009 |
| Schutzumfang | Der Schutzbereich umfasst den Hohlweg bis zu den Seitenrändern und im westlichen Teil die verschütteten Bereiche. |
| Klassifizierung | Ortsfestes Bodendenkmal |
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Beschreibung Am südwestlichen Ortsrand von Wuppertal-Ronsdorf verläuft entlang der Stadtgrenze zu Remscheid eine mittelalterliche bis frühneuzeitlich genutzte, regional bedeutende Handelsstraße. Sie führte vom Tal der Wupper bei Barmen auf die Höhe in Richtung Ronsdorf, an Ronsdorf vorbei ins Morsbachtal und nach Remscheid hinauf. Ein Zweig des Weges führte durch Ronsdorf hindurch und südlich wieder auf die Trasse zurück. Erst mit dem Bau der L 417 verlor dieser Weg seine verkehrstechnische Bedeutung. Südlich des Ortsteiles Rädchen verlässt der Weg die Höhe und steigt langsam über den Ortsteil Grüne und Farrenbracken zum Leyerbachtal hin ab. In der Gemarkung Lüttringhausen (Stadt Remscheid), Flur 4, Flurstück 32, sind noch Reste einer zweiten Hohlwegtrasse zu erkennen, die von alten Bäumen flankiert wird. Die Trasse selbst ist mit Abraum und Grünschnitt weitgehend angefüllt. Auf den nächsten 160 m schneidet sich der Weg stark in den Hang ein, erreicht an der Sohle eine Breite von ca. 3,50 m und eine Höhe von 2,00 - 3,00 m. An den Wegrändern stehen alte Eichen und Buchen. Südlich des Hofes quert von Osten nach Westen ein weiterer, sehr alter Weg die Trasse. Auch dieser Weg zeigt die deutlichen kulturlandschaftlichen Merkmale eines Hohlweges. Er ist in den hier leicht geneigten Hang eingeschnitten und wird an seinen Seiten durch Hecken und Bäume begleitet. Historische Grundlagen: Hinweise auf die Altstraße bei Ronsdorf sind historischen Karten zu entnehmen. Eine erste Darstellung des Weges findet sich auf der Karte von Ploennies aus dem Jahre 1715 und danach 1824 auf der von Müfflingschen Karte. Auf der Uraufnahme der TK25 von 1846 ist deutlich die Umgebung von Ronsdorf und die neue Straße durch das Leyerbachtal erkennbar. Die Westostverbindung diente vor allem als Zugang nach Hütte und Boxberg sowie zu den Eisenhämmern im Tal. Denkmalrechtliche Begründung: Alte Wegetrassen und Hohlwege zeigen die Führung wichtiger alter Verkehrsverbindungen an, auf denen sich früher der Personen- und Warenverkehr abgewickelt hat. Damit stellen sie eine unverzichtbare Quellengattung zur Erforschung der Verkehrs-, Wirtschafts-, Siedlungs- und Territorialgeschichte des Rheinlandes sowie der Arbeits- und Produktionsverhältnisse im Mittelalter und der frühen Neuzeit dar. Sie dokumentieren darüber hinaus eindrucksvoll politische, wirtschaft-liche und kulturelle Verhältnisse und sind ein unverzichtbares Zeugnis der Menschheitsgeschichte. Es sind wichtige landesgeschichtliche Bodenurkunden, denn ihre Erforschung dient der Ergänzung und Präzisierung archivarischer Überlieferung und historischer Zeugnisse. Der Hohlweg südwestlich von Ronsdorf ist ein eindruckvolles Zeugnis mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handels- und Verkehrswege im Stadtgebiet von Wuppertal. Geografische Lage und historische Zeugnisse weisen auf ein hohes Alter der hier erhaltenen Linien- und Verkehrsführung hin. Er erfüllt die Voraussetzungen nach § 2 DSchG NW zum Eintrag als ortsfestes Bodendenkmal in die Liste der geschützten Denkmäler. An ihrem Schutz und Erhalt besteht ein öffentliches Interesse. Schutzbereich: Der Schutzbereich umfasst den Hohlweg bis zu den Seitenrändern und im westlichen Teil die verschütteten Bereiche.Der Schutzumfang ist in zwei anliegenden Lageplänen, DGK 5 und TK 25 ( Stand: 09. 2008) Maßstab 1: 2000, durch Roteintrag näher gekennzeichnet. Die Lagepläne sind Bestandteil des Eintragungsbescheides |