| Adresse | Am Engelnberg 16 |
| Stadtbezirk | Elberfeld |
| Denkmalnummer | 3880 |
| Eintragungsdatum | 17.04.1996 |
| Schutzumfang | gesamtes Gebäude |
| Klassifizierung | Denkmal |
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Beschreibung Bei dem Objekt Am Engelnberg 16 handelt es sich um ein zweigeschossiges Schulgebäude mit ausgebautem Mansarddach. Das Gebäude wurde 1886 / 1887 in rotem Backstein über einem Sandsteinsockel errichtet und weist Verzierungen in gelbem Backstein auf. Die straßenseitige Fassade ist insgesamt neun Achsen breit. Die mittlere Achse mit dem Eingangsbereich ist als Risalit vorgezogen. Die übrigen Achsen werden durch die Stellung der Fensteröffnungen zu vier Doppelachsen zusammengezogen. Die Kanten des Objektes, die Kanten der Risalite und deren Seitenflächen sind durch gelbe Lisenen hervorgehoben. Sie setzen sich in Höhe des Kranzgesimses in gemauerten Rundbogenfriesen fort. Alle Fensteröffnungen des Erdgeschosses sind segmentförmig mit schmaler, gemauerter Verdachung. Die Fensteröffnungen weisen einzelne Sohlbänke auf und die Brüstungsfelder sind mit jeweils zwei roten Kassetten auf gelbem Grund versehen. ... Die südliche Giebelwand weist mittig einen zwei Fenster breiten Risaliten auf. Vorder- und Rückseite des Objektes sind nahezu gleichartig gestaltet, nur in der mittleren Achse der Rückseite befinden sich der Eingang und die Fensteröffnungen auf Höhe der Umkehrpodeste. Das Gebäude besitzt eine zentrale Erschließung, von der in beiden Geschossen je vier Klassenräume abgehen. In Höhe des sehr steilen Mansardgeschosses befinden sich über den Risaliten und den Doppelachsen jeweils große Giebelgauben mit Fensteröffnungen. ... Das Objekt repräsentiert einen in sich geschlossenen Baukörper, der wohl nicht eigens für den Standort entworfen wurde, sondern in der Zeit des massenhaften Schulneubaus mit kleinen Veränderungen an beliebigem Standort errichtet werden konnte, (er gleicht dem Schulgebäude Am Mirker Bach 1, Ähnlichkeiten bestehen auch zu den Schulbauten Hombüchel und Hufschmiedstraße). Der Ostersbaum erfährt seine Besiedlung im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts und Schulbauten sind als notwendige Infrastrukturmaßnahmen immer parallel zur städtebaulichen Entwicklung entstanden. Das Gebäude ist also Zeugnis für die spezifische Bauweise, die die Bauaufgabe Volksschule mit sich brachte und zeigt in seiner Gestaltung gut die Bauweise der Entstehungszeit, die durch einen Bauboom geprägt war, der zu Rationalisierung führen musste. Außerdem lässt es die Sozialgeschichte des Stadtteils anschaulich werden. Die Schule mit ihren acht Klassenräumen und einer Lehrerwohnung wurde zunächst als evangelische Knabenschule errichtet und 1892 in eine katholische Knabenschule umgewandelt. Die evangelischen Kinder gingen dann in die Grundschule Wörther Straße, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2(1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude. (Haltaufderheide) |