| Adresse | Germanenstr. 51 |
| Stadtbezirk | Oberbarmen |
| Denkmalnummer | 3319 |
| Eintragungsdatum | 07.03.1994 |
| Schutzumfang | gesamtes Gebäude |
| Klassifizierung | Denkmal |
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Beschreibung Das Objekt Germanenstraße 51 ist ein dreigeschossiges Wohnhaus mit Mansarddach. Das Gebäude besitzt zum Teil verputzte, zum Teil mit einer Plattenverkleidung versehene Fassaden und wurde in Massivbauweise im Jahre 1900 gemeinsam mit dem Nachbargebäude Nr. 53 erbaut. Die straßenseitige Fassade weist im Erdgeschoss einen Quaderputz auf, die Obergeschosse sind glatt verputzt, Fenster und Haustür wurden modern erneuert. Die freistehende Giebelseite weist eine Plattenverkleidung auf, die Rückseite ist glatt verputzt. Im Erdgeschoss besitzen die vier Fenster- und Türöffnungen keine aufwendigen Einfassungen. Im Sturzbereich der Öffnungen ist jedoch der Fassadenputz keilsteinartig ausgebildet, ein Schlussstein wurde jeweils aufgesetzt. Den oberen Abschluss des Erdgeschosses bildet ein schmales, durchlaufendes Stockwerkgesims. Es trennt das Erdgeschoss optisch von den Obergeschossen und weist es damit als Sockelzone der Fassade aus. Dieser Eindruck wird durch den unterschiedlichen Verputz im Erdgeschoss (Quaderputz) und den Obergeschossen (glatter Putz) noch unterstrichen. In den Obergeschossen sind die Fenster zu drei Achsen zusammengefasst. In den beiden äußeren Achsen befinden sich Fenster, welche die normalen Proportionen aufweisen. Auf der Mittelachse, die in den Obergeschossen als flacher Erker leicht vortritt, befinden sich schmalere Fensteröffnungen, die gekuppelt angeordnet sind. Im ersten Obergeschoss besitzen die Fenster der beiden äußeren Achsen nur schlichte Stuckrahmen als Einfassungen. Im zweiten Obergeschoss befinden sich Rundbogenfenster in den beiden äußeren Achsen, hier ist das Brüstungsfeld durch Blattwerk verziert. Der Erker auf der Mittelachse weist einen Quaderputz auf. Im ersten Obergeschoss befinden sich drei schmale, gekuppelte Fensteröffnungen, im zweiten Obergeschoss zwei Rundbogenfenster. Im zweiten Obergeschoss werden die Brüstungsfelder der Erkerfenster durch Blattwerk und einen Wappenschild verziert. Im Bogenbereich der Fenster befinden sich plastisch ausgebildete Schlusssteine sowie ein Feston. Den oberen Abschluss der Fassade bildet ein Kranzgesims mit Konsolfries. Im Bereich der Mittelachse befindet sich ein Blattfries. Im Mansardbereich sind drei Gauben angeordnet. Die beiden äußeren Gauben weisen Satteldächer auf, die mittlere Gaube besitzt ein Pultdach. Die freistehende Giebelwand des Gebäudes weist keine Gliederung auf. Die Rückseite des Gebäudes wird durch einen vorspringenden Treppenhaus- und Toilettenanbau sowie die achsiale Anordnung der Fenster untergliedert. Das Gebäude gehört zu einem in diesem Bereich weitgehend erhaltenen Straßenzug in Wichlinghausen, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bebaut wurde. Dieser Straßenzug entstand im Zuge der Ausweitung der Siedlungsflächen im Bereich der damals noch selbstständigen Stadt Barmen, die durch das starke Bevölkerungswachstum in dieser Zeit notwendig wurde. Wichlinghausen war ursprünglich ein Bandwirkerdorf, dessen Entwicklung durch die Industrialisierung der Bandindustrie stark vorangetrieben wurde. Die im großen Umfang betriebene maschinelle Bandherstellung zog das Entstehen von Arbeiterwohnvierteln nach sich. Hier entstanden Mietwohnhäuser, die im Laufe der Jahre zu geschlossenen Zeilen und Straßenzügen zusammenwuchsen. Das Gebäude ist als ein unverzichtbarer Bestandteil einer solchen Zeile anzusehen. Das Gebäude stellt den Typus des innerstädtischen Mietwohnhauses dar, der vor allem in der Gründerzeit weite Verbreitung fand. In seinen Proportionen und auch in seinem Zierwerk gehört das Gebäude zu dieser Kategorie und ist deshalb als Zeugnis für eine typische Bauweise denkmalwert. Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude. (Mo) |