| Adresse | Hünefeldstr. 59 |
| Stadtbezirk | Barmen |
| Denkmalnummer | 2791 |
| Eintragungsdatum | 25.02.1993 |
| Schutzumfang | gesamtes Gebäude |
| Klassifizierung | Denkmal |
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Beschreibung Das Objekt Hünefeldstraße 59 ist ein zwischen 1890 und 1895 errichtetes Wohn-, Büro- und Fabrikgebäude. Der unterkellerte Massivbau besitzt drei Vollgeschosse und schließt mit einem zu einem späteren Zeitpunkt ausgebauten Mansardgeschoss. Er steht an drei Seiten frei und ist mit dem südlichen Teil seiner Ostseite an die Zeilenbebauung der Hünefeldstraße angeschlossen. Der Sockel und das Erdgeschoss der Straßenfassade ist verputzt, der gesamte restliche Teil der Gebäudeaußenwände besteht aus Ziegel-Sichtmauerwerk. Die Straßenfassade und die westliche Gebäudefront sind in der Horizontalen umlaufend durch Gesimse gegliedert, die folgendermaßen angeordnet sind: Als Abschluss des Gebäudesockels sowie in Sohlbankhöhe im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind einfache Gesimse angeordnet. Das Erdgeschoss schließt mit einem Gesims mit darunterliegender Zahnschnittleiste und wird so gegenüber dem aufgehenden Teil des Gebäudes abgesetzt. Das Sohlbankgesims des zweiten Obergeschosses besteht aus zwei Gurten. Den oberen Abschluss der beiden Gebäudeseiten bildet ein Kranzgesims mit Zahnschnittleiste, das auch an der Ostseite zu finden ist. In der Vertikalen zerfällt die Straßenfassade in vier Achsen. Sie wird in den Obergeschossen an den kanten von Lisenen eingefasst. Im Erdgeschoss sind stattdessen Putzquaderungen zu finden. Die Westseite gliedert sich zu acht Achsen, von denen die beiden mittleren als Risalit leicht vor die Fassade treten. In den Obergeschossen ist jeder der drei Fassadenteile von Lisenen eingefasst. Die östliche und nördliche Gebäudeseite sind nicht gestaltet. An der Nordseite sind mehrere nachträglich zugemauerte Fensteröffnungen vorhanden; der freistehende Teil der Ostseite weist vier Achsen auf. Alle Fensteröffnungen in den Vollgeschossen des Gebäudes sind hochformatig und schließen mit Segmentbögen ab. An der Straßenfassade sind die Öffnungen von Mauervorlagen in Zahnschnitt eingefasst. In der reichten Achse an der Westseite sind alle Öffnungen zugemauert. Der Gebäudezugang, zu dem vier Stufen hinaufführen, liegt an dieser Seite in der rechten Achse des Mittelrisalits. Er besitzt eine zweiflügelige Tür mit vergitterten Türfenstern und Oberlicht. Die links davon gelegenen Öffnungen sind nachträglichen Veränderungen unterzogen worden. Aufgrund der beschriebenen Bauweise ist das Objekt ein anschauliches Beispiel für as Bauen in der Zeit um die Jahrhundertwende. Vor allem aber ist sein Denkmalwert im Zusammenhang der weitgehend erhaltenen historischen Bebauung an der Hünefeldstraße zu sehen. Die Straße zählt zu einer gründerzeitlichen Stadterweiterung der ehemals selbständigen Stadt Barmen. Derartige Stadterweiterungen mit ihren zeittypischen Rasterstraßensystemen waren nötig, um der rapide steigenden Bevölkerungszahl der aufstrebenden Industriestadt Wohnraum zu bieten. Oftmals waren dabei - wie in diesem Falle - Wohnhäuser und Fabrikgebäude, die zumeist Textilbetriebe beherbergten, in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden. Das Gebäude legt somit auch ein Zeugnis von den Arbeits- und Sozialverhältnissen des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts ab. Es ist unverzichtbarer Bestandteil einer historischen Häuserzeile. Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude. (Lüdtke) |