Wuppertal / Denkmalliste

Denkmalliste

Details

Huldastraße 41
Adresse Huldastr. 41
Stadtbezirk Oberbarmen
Denkmalnummer 2017
Eintragungsdatum 04.02.1992
Schutzumfang gesamtes Gebäude
Klassifizierung Denkmal
Beschreibung
Das o. g. Gebäude ist ein dreigeschossiges, 1899 errichtetes Wohn- und Geschäftshaus mit Putzfassade und Mansarddach; es liegt in städtebaulich wichtiger Ecklage an der Huldastraße zur Rathenaustraße. Die Fassade gliedert sich horizontal mit einer Putzbänderung des Erdgeschosses und einem abschließenden, kräftigen Gurtgesims, in den Obergeschossen mit Sohlbank- und Gurtgesimsen. Vertikal gliedert sich die Fassade zur Rathenaustraße zu drei Achsen, in der Eckzone zu einer Achse und zur Huldastraße in den Obergeschossen zu sieben Achsen. Die Eckachse ist besonders herausgestellt mit dem Ladeneingang und mit einem auf geschwungenen Konsolen auskragenden, zweigeschossigen Erker auf rechteckigem Grundriss und im Dach mit einem Zwerchgiebel. Die Brüstungsfelder sind mit gotisierendem Ornament geschmückt. Die zur Rathenaustraße dreiachsige Fassade besitzt im Erdgeschoß rechts ein großes Schaufenster und links zwei hochrechteckige Fenster; in den Obergeschossen wird die Mittelachse besonders herausgestellt mit einer gemeinsamen, profilierten, rundbogigen Rahmung; dabei ist das obere Fenster als ein gekuppeltes Rundbogenfenster, das durch eine Schlangensäule geteilt wird, und im Giebelfeld mit Band- und Blattwerkornamentik hervorgehoben; der enge Bezug zum darunterliegenden Fenster wird auch durch das ornamentierte Brüstungsfeld des oberen Fensters unterstrichen. Die übrigen Fenster haben ein rechteckiges Format; von diesen treten die beiden äußeren Fenster des ersten Obergeschosses hervor, indem das Gurtgesims diese Fenster spitzgiebelig verdacht; die Giebelfelder sind mit Wappen und Blattwerkornamentik geschmückt. Die Brüstungsfelder der Fenster des ersten Obergeschosses sind mit gotisierender Ornamentik ausgefüllt. Im Dach befinden sich drei Gauben. Zur Huldastraße besitzt die Fassade in der linken Achse ein zweites Schaufenster, daneben den Hauseingang und fünf hochrechteckige Fenster. Das linke Fenster im ersten Obergeschoß ist besonders herausgestellt. Das Gurtgesims verdacht das Fenster spitzgiebelig. Das Giebelfeld ist mit Kartusche und Blattwerk sowie inschriftlicher Datierung versehen, das Brüstungsfeld mit gotisierender Ornamentik. Im Bereich der übrigen sechs Achsen ist die Obergeschoßfassade symmetrisch gegliedert. Besonders hervorgehoben sind dabei die bei-den Mittelachsen, die ähnlich wie die Mittelachse zur Rathenaustraße gestaltet ist. In jeder Mittelachse werden die beiden übereinanderliegenden Fenster mit einer gemeinsamen, profilierten, rundbogigen Rahmung zusammengefasst. Jeweils das obere Fenster tritt besonders in Erscheinung als ein gekuppeltes Rundbogenfenster, das mit einer Schlangensäule geteilt ist und im Giebelfeld mit Kopfrelief und Sonnenornament geschmückt ist. Der jeweils enge Bezug zum unteren Fenster wird auch durch das ornamentierte Brüstungsfeld des oberen Fensters unterstrichen. Alle übrigen Fenster sind hochrechteckig und weisen Brüstungsfelder mit gotisierender Ornamentik auf. Im Dach erheben sich vier Gauben. Das o. g. Gebäude ist ein anschauliches Beispiel gründerzeitlichen Bauens und es ist ein unverzichtbarer Bestandteil der historischen Bebauung der Huldastraße, die hier einen voll-ständig erhaltenen historischen Straßenzug bildet. Zugleich befindet sich das Gebäude in städtebaulich markanter Ecksituation eines Blockbereiches im Stadtbereich Wichlinghausen. Wichlinghausen hat als ein altes Bandwirkerdorf eine lange gewerbliche Tradition, die mit der Garnbleicherei bereits im 14. Jahrhundert begann. Im Laufe der Industrialisierung, besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde dieses alte Handwerk durch die Textilindustrie und den Maschinenbau abgelöst. Mit der Industrialisierung entstanden typische gründerzeitliche Stadterweiterungen - insbesondere Miethausquartiere - in Form von geschlossenen Häuserzeilen oder -blöcken wie an der Huldastraße. Das o. g. Gebäude ist somit auch bedeutend für die Geschichte des Stadtteils Wichlinghausen. Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude.