Wuppertal / Denkmalliste

Denkmalliste

Details

Marienstraße 114
Adresse Marienstr. 114
Stadtbezirk Elberfeld
Denkmalnummer 2602
Eintragungsdatum 10.12.1992
Schutzumfang gesamtes Gebäude
Klassifizierung Denkmal
Beschreibung
Das Gebäude Marienstraße 114 ist ein viergeschossiges Wohnhaus, das 1895 von dem Bauunternehmer Heinrich Ley errichtet wurde. Das Gebäude besitzt eine Putzfassade und ein Satteldach. Die Fassade gliedert sich zu drei Achsen, wobei sie in der rechten Achse leicht risalitartig vorspringt. Als horizontale Gliederungselemente treten vornehmlich das Gurtgesims des Erdgeschosses und die Sohlbankgesimse des ersten und zweiten Obergeschosses in Erscheinung. ... Das genannte Objekt ist ein in Proportion und Details anschaulich erhaltenes, gründerzeitliches Wohnhaus, dessen historisches Erscheinungsbild lediglich im dritten Obergeschoss durch veränderte Fenster gestört ist. Das Haus stellt zusammen mit den Nachbargebäuden eine typische Blockrandbebauung in der Elberfelder Nordstadt dar. Die Elberfelder Nordstadt ist ein gründerzeitliches Wohnviertel, das aufgrund seiner Geschlossenheit und seines Erhaltungszustandes über Wuppertal hinaus bedeutend ist. Die Nordstadt ist ein wichtiges Zeugnis des Aufstiegs Elberfelds zur Industriegroßstadt und insofern auch ein wichtiges Zeugnis für die Stadtgeschichte der ehemals selbstständigen Stadt Elberfeld. Das Viertel dokumentiert ein breites Spektrum der gesellschaftlichen Wohnverhältnisse jener Zeit vom Arbeiterwohnquartier bis hin zum großbürgerlichen Wohngebiet an der Briller Straße und ist insofern auch ein Zeugnis für die Wohn- und Sozialverhältnisse der Zeit um 1900. Das Gebäude ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Elberfelder Nordstadt. Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude. (Oc)