| Adresse | Nützenberger Str. 8 |
| Stadtbezirk | Elberfeld-West |
| Denkmalnummer | 2430 |
| Eintragungsdatum | 17.09.1992 |
| Schutzumfang | gesamtes Gebäude |
| Klassifizierung | Denkmal |
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Beschreibung Das Gebäude Nützenberger Straße 8 ist ein um 1880 erbautes, dreigeschossiges Wohnhaus mit Putzfassade und Satteldach. Das Gebäude gliedert sich zu vier Achsen. Die Haustür befindet sich in der linken Achse und wird über eine Freitreppe erschlossen; in der rechten Achse ist eine Kellerschlupftür. Die Haustür und die Erdgeschossfenster sind mit profilierten Rahmungen eingefasst und im Scheitel keilsteinartig akzentuiert. Die Fassade wird mit diamantierten Putzbändern strukturiert. Das Gesicht der Fassade wird im ersten Obergeschoss durch einen mittigen zweiachsigen Erker bestimmt, der auf Volutenkonsolen ruht; die Konsolen sind mit Akanthusschmuck versehen. Der Erker erhebt sich auf einem rechteckigen Grundriss. Der Erker weist an den Kanten und in der Mitte kannelierte Volutenpilaster auf, die über diamantierte Basen verfügen. Die Seitenfenster sind mit pilasterartigen Vorlagen eingefasst und mit Deckgesimsen ausgestattet. Die Brüstungsfelder sind mit Festons geschmückt. Die Fenster des zweiten Obergeschosses sind mit geohrten, profilierten Rahmungen eingefasst. Während die beiden Seitenfenster jeweils ein flaches Deckgesims besitzen, sind die beiden mittleren Fenster mit einem gemeinsamen Deckgesims verbunden und mit geschmückten Sturzfeldern ausgestattet. Das gestufte Traufgesims ist mit einem Rundbogenfries versehen und wird in den beiden Mittelachsen von einem Zwerchgiebel, der vermutlich unvollständig erhalten ist, durchbrochen. Das Gebäude ist ein in Proportion und Details anschaulich erhaltenes, gründerzeitliches Wohnhaus. Lediglich die modernen Einscheibenfenster und die moderne Haustür beeinträchtigen in geringem Maße das historische Erscheinungsbild. Das Haus dokumentiert und veranschaulicht als Teil einer historischen Bebauung am Nützenberg eine bedeutende Stadterweiterung Elberfelds in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als man im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung neue Siedlungsbereiche westlich der Briller Straße erschloss. Das genannte Gebäude ist insofern auch ein Zeugnis für die Geschichte der ehemals selbstständigen Stadt Elberfeld. Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude. (Oc) |