Wuppertal / Denkmalliste

Denkmalliste

Details

Platzhoffstraße 25
Adresse Platzhoffstr. 25
Stadtbezirk Elberfeld-West
Denkmalnummer 1557
Eintragungsdatum 22.03.1989
Schutzumfang gesamtes Gebäude einschließlich ... der
Klassifizierung Denkmal
Beschreibung
Das Gebäude Platzhoffstraße 25 ist die zweigeschossige, 1895/1896 für Frau Julie Bayer, geb. Hülsenbusch, Witwe des Firmengründers Friedrich Bayer, erbaute Villa mit gegliederter Klinker-/Sandsteinfassade, mit scharriertem Bruchsandstein-Sockelgeschoss und hauptsächlich geklinkerten Rundbogenöffnungen; an der Fassade Franseckystraße mit Klinkern und Quaderecken, durchlaufenden Brüstungsblenden und Sockelgesimsen aus Sandstein, mit sechs-, vier- und zweiteiligen Rundbogen- und scheitrechten Fenstergewerken, letztere mit korbbogenförmigen geklinkerten Entlastungsbögen, verputztem Fachwerkgiebel im Bereich des Dachgeschosses mit weit vorkragender Holzkonstruktion und Schopfwalmdach; der Hauseingangswangentreppe in Naturstein, gemauerten Arkaden auf dorisierenden Sandsteinsäulen mit Basis und Kapitell und schmiedeeisernen Arkadenbrüstungen in Sonnendekor, verputzen Kreuzgewölben mit darüber befindlicher überdachter Terrasse mit hölzerner Brüstung und Rundpfosten zur Aufnahme der Walmdachkonstruktion, die später durch geweißte Außenwände hinter Brüstung und Pfosten zur geschlossenen Veranda ausgebaut wurde; an der Fassade Platzhoffstraße mit scharriertem Bruchstein-Sockelgeschoss, im Erd- und Obergeschoss mit Klinkern, Quaderecken, Brüstungsblenden, Sockelgesimsen und Fenstergewerken mit scheitrechten Sandsteinstürzen und geklinkerten Entlastungsbögen im Erdgeschoss und Rundbögen im Obergeschoss, mit Fachwerkgiebel im Bereich des Dachgeschosses und Schopfwalmdach auf herausgekragter Konstruktion mit herausgeschobener Balkonplatte auf Konsolen und Brüstungsgeländer, mit einem Rundturm in gleicher Fassadenausstattung, der sich im Bereich des Dachgeschosses zur oktogonalen Fachwerkkonstruktion wandelt mit Rundbogenfenstern und oktogonaler Haube; der geklinkerten Hoffassade mit Mittelrisalit, Fenstergewerken in Sandstein, eingeschossigem Vorbau und angebauter, verglaster Veranda in gegliederter Pfostenkonstruktion mit Rundbogenteilung und schmiedeeisernem Gitterwerk mit Sonnendekor in den Brüstungen und über den Bögen zur umlaufenden Traufe der verglasten Walmdachkonstruktion; mit seitlichem, eingeschossigem Klinkerbau mit Fenstergewänden aus Sandstein, Fensterklappläden, Garagen und verschiefertem Walmdach mit Dachgauben neben dem steilen, verschieferten Walmdach der Villa mit durchlaufendem Gaubenband. Hierzu gehört der Einfriedungssockel der Gartenanlage aus scharriertem Bruchstein mit Abdeckung in Sandstein und geschmiedetem Zaungeländer. ... An dem Gebäude hängt eine Gedenktafel: "Ehemalige Villa Duisberg, hier lebte Geheimrat Dr. Carl Duisberg, 1861 - 1935, Chemiker und Industrieller, seit 1912 Generaldirektor der Bayer-Werke." (Von 1942 - 1963 war in dem Gebäude eine Polizeistation untergebracht; seit 1981 wird es von den "IONA Wohngemeinschaften für behinderte Menschen" genutzt). Die solide Qualität der Architektur und des Dekors macht das Gebäude zu einem Beispiel für die Architekturauffassung der Zeit. Es ist unverzichtbarer Bestandteil der historischen Bebauung eines weitgehend unverändert erhaltenen Straßenzuges im Briller Viertel und somit ein wichtiges Zeugnis für die Geschichte Elberfelds. Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude einschließlich ... der Einfriedigung.