Wuppertal / Denkmalliste

Denkmalliste

Details

Schleswiger Straße 55
Adresse Schleswiger Str. 55
Stadtbezirk Elberfeld
Denkmalnummer 3790
Eintragungsdatum 16.11.1995
Schutzumfang gesamtes Gebäude
Klassifizierung Denkmal
Beschreibung
Bei dem Objekt Schleswiger Straße 55 handelt es sich um ein viergeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Satteldach. Das Gebäude besitzt eine verputzte und gegliederte Fassade und wurde kurz nach 1900 unter der Verwendung neugotischer Stilelemente errichtet. In den Obergeschossen ist die Fassade dreiachsig angelegt, wobei die mittlere Achse ursprünglich Doppelfenster aufwies. Über einem schmalen Sockel befindet sich das Erdgeschoss mit glatt verputzten Wandflächen. Die Tür- und Fensteröffnungen sind nur durch geohrte Faschen von der Wandfläche abgesetzt. Im Erdgeschoss sind die Fensteröffnungen und die Türöffnung z.T. aus der Achse verschoben. Links befindet sich eine normal große Fensteröffnung, rechts daneben der Eingangsbereich. Rechts befindet sich ein großes Fenster, das erst Anfang der 80er Jahre durch den Rückbau eines Ladenlokals entstanden ist. Das Erdgeschoss schließt nach oben hin mit einem durchgehenden Gurtgesims. Den oberen Abschluss der Fassade bildet ein durchgehendes Kranzgesims mit Bogenfries. In Höhe des Dachgeschosses befinden sich drei Dachgauben mit verbretterten Dreiecksgiebeln und verzierten Sparren. Trotz der nachteiligen Veränderungen (Umbauten und Vereinfachungen) ist das Gebäude unverzichtbarer Bestandteil eines fast vollständig erhaltenen Straßenzuges am westlichen Rand des Ostersbaums. Es steht in gestalterischer Nähe zu dem Gebäude Schleswiger Straße 53. Der Ostersbaum diente als Erweiterungsfläche für den Wohnungsbau der selbständigen Stadt Elberfeld in der Zeit der Industrialisierung und dem damit einhergehenden Bevölkerungszuwachs. Der Straßenzug Schleswiger Straße - Kieler Straße wurde im Jahr 1886 angelegt, um den Bereich der Uellendahler Straße mit dem Exerzierplatz zu verbinden. Bebaut wurde dieser Straßenzug erst zwischen 1895 und 1906. Mit den Bauten an der gegenüberliegenden Straßenseite der Schleswiger Straße wurden noch später begonnen. In seiner Gestaltung ist das Gebäude typisch für die Zeit um kurz nach 1900 als der Historismus auf die Stilelemente der Gotik zurückgriff. Es ist somit ein gutes Zeugnis für den Gestaltungswillen der Bauzeit. Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude. (Neb)