Beschreibung
Das Gebäude Schleswiger Straße 12-14 ist die dreigeschossige, im Frühjahr 1893 begonnene und im April 1895 eingeweihte ehemalige Mädchenmittelschule Ost mit gegliederter Klinkerfassade in historischen Stilformen auf sichtbaren scharierten Sandsteinschwellen und verklinkertem Sockelgeschoss mit Gliederungen durch dunklere Klinkerschichten und profilierter Naturstein-Sockelabdeckung, vergitterten Segmentbogenfenstern mit Schlusswerksteinen; dem verklinkertem Erdgeschoss mit ebenfalls gegliederten, dunkleren Klinkerschichten, Fenstern mit Naturwerksteinbrüstungen, gemauerten Segmentbogenstürzen mit Kämpfer- und Schlusssteinen aus Naturwerkstein und den verklinkerten Gewänden zwischen den dunkleren Klinkerschichten mit beiderseitigen, je drei eingeschnittenen runden Ecken (Diensten), als Ecksäulen wirkend; den zwei Obergeschossen mit durchlaufenden Fensterpfeilern, den Fenstern im 1. Obergeschoss mit vorgeschobenen Werksteinbrüstungen, profilierten verklinkerten Gewänden mit profilierten Segmentbogenstürzen mit Schlusssteinen und Adikulae auf Konsolen; im 2. Obergeschoss mit Werksteinbrüstungen, profilierten verklinkerten Gewänden mit profilierten Segmentbogenstürzen und Schlusssteinen mit Triglyphen, wie auch dem durchlaufendem, profiliertem Gesimsband unter dem Traufgesims mit gemauertem Kassettenfries und Sparrenköpfen auf Konsolen mit dem Satteldach; mit dem Eingangsportal über dem Sockel im Erdgeschoss, vorgesetzt auf Konsolen mit gemauertem Rundbogen, Schlussstein mit Triglyphe, seitlichen lotrechten und profilierten Kanten, überdeckendem Gesims und in der Breite reduzierter Ädikula durch seitlich abstützende und geschweifte Konsolen mit mittigem Schild in Werkstein; mit dreiachsigem Mittelrisalit und durchlaufendem Gesims in Fußbodenhöhe des 1. Obergeschosses mit aufsitzenden Fensterpfeilern und zurückgesetzten Brüstungen, sonst mit gleichnamigen Fenstern, jedoch Werksteinkämpfern im 1. Obergeschoss, mit überdeckendem, gestuften und mit Ornamenten verklinkertem Zwerchgiebel und mittigem Segmentbogenfenster mit Schlusswerkstein und weit vorkragendem Schopfwalmdach auf kantig geschnitzter Konsolkonstruktion und sichtbaren Sparren; mit dreiachsigem Endrisaliten im Süden an der Holsteiner Straße und gleichem Zwerchgiebelaufbau, jedoch mit weiterer seitlicher Fensterachse, zum seitlichen Treppenturm gehörend, mit seitlichem Eingang und Ädikla, darüber mit Segmentbogenfenstern und Schlusssteinen, über dem 1. Obergeschoss mit unter 45° abgestumpfter Risalitkante mit sich zum Oktogon entwickelndem Treppenhausturm über der Zwerchgiebeltraufe mit Traufgesims und gegrateter Haube.
In den Jahren von 1960 - 1970 wurde die Schule umgebaut und erweitert, am 01.08.1971 wurde sie Städtische Realschule für Jungen und Mädchen bis sie in den letzten Jahren mit Klassen der Gesamtschule Elberfeld belegt wurde und dann ab August 1987 in "Fachschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen" umbenannt wurde.
Die gute Qualität der Architektur und des Dekors macht das Gebäude zu einem Beispiel für die Architekturauffassung der Zeit. Auch als Eckgebäude (Uellendahler-/Schleswiger-/ und Holsteiner Straße) ist es, trotz der negativ veränderten Fenster, unverzichtbarer städtebaulicher Bestandteil der historischen Bebauung am Rande der Elberfelder Nordstadt und somit ein Zeugnis für die Baukunst und Geschichte Elberfelds.
Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen, künstlerischen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.
Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude einschließlich der historischen Innenaustattung und der Turnhalle.
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