Wuppertal / Denkmalliste

Denkmalliste

Details

Stieglitzstraße 17
Adresse Stieglitzstr. 17
Stadtbezirk Barmen
Denkmalnummer 3264
Eintragungsdatum 18.01.1994
Schutzumfang gesamtes Gebäude
Klassifizierung Denkmal
Beschreibung
Das Objekt Stieglitzstraße 17 ist ein dreigeschossiges, unterkellertes Wohnhaus mit ausgebautem Mansarddach. Es wurde um 1898/99 in massiver Bauweise errichtet. Das Wohnhaus gehörte um 1907 einem Maurermeister, der das Gebäude vollständig vermietete. Die verputzte Fassade besteht aus einem nördlichen, dreiachsigen, symmetrisch gestalteten Abschnitt und einem südlichen, um wenige Zentimeter vorspringenden, zweiachsigen Abschnitt. Die horizontale Fassadengliederung, die sich über die gesamte Fassade erstreckt und sich um den südlichen, risalitähnlichen Abschnitt verkröpft, besteht aus einem schlichten Sockelgesims, einem Gurtgesims oberhalb des Erdgeschosses, Sohlbankgesimsen in den Obergeschossen und einem mit Zahnschnitt verzierten Dachgesims. Eine schmale, profilierte Leiste begleitet das Dachgesims und deutet somit ein Gebälk an. Das gesamte Erdgeschoss sowie der südliche Fassadenabschnitt des ersten Obergeschosses weist eine Putzbänderung auf. Die übrigen Wandflächen wurden glatt verputzt. Im Sockelbereich sind vier Öffnungen zum Keller angeordnet. Der Hauseingang mit historischer Tür und Oberlicht befindet sich in der Mittelachse des dreiachsigen Fassadenabschnitts. Der Eingang und die Fenster der Erd- und Obergeschosse der gesamten Fassade weisen profilierte Einfassungen auf. Dekorative Schlusssteine zieren die Maueröffnungen des Erdgeschosses. Im ersten Obergeschoss ruhen auf jeder Fenstereinfassung zwei Konsolen, die ein gerades, profiliertes Gesimsstück als Fensterverdachung tragen. Eine stilisierte Blume ziert das von den Konsolen seitlich eingefasste Feld unterhalb der Fensterverdachung. Auf den Verdachungen der drei nördlichen Achsen befinden sich segmentbogenförmige, mit Reliefs besetzte Felder. Die Brüstungsfelder der drei nördlichen Fenster werden durch je einen Diamantquader sowie begleitende Reliefs betont. Die zwei südlichen Fenster weisen ein gemeinsames, mit geometrischen Reliefs besetztes Brüstungsfeld auf. Gerade Gesimsstücke dienen als Verdachungen für die Fenster des zweiten Obergeschosses. Im Dachbereich erheben sich drei Gauben mit Satteldächern und Dreiecksgiebeln. Die Fenster wurden erneuert. Ansonsten sind die Gliederungselemente und Verzierungen des Gebäudes in gutem Zustand erhalten. Das Objekt ist ein typisches Beispiel für die Architekturauffassung der Gründerzeit. Erhaltung und Nutzung liegen gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude. (vdP)