Wuppertal / Denkmalliste

Denkmalliste

Details

Von-Eynern-Straße 13
Adresse Von-Eynern-Str. 13
Stadtbezirk Oberbarmen
Denkmalnummer 3348
Eintragungsdatum 05.04.1994
Schutzumfang gesamtes Gebäude
Klassifizierung Denkmal
Beschreibung
Das Objekt Von-Eynern-Straße 13 ist die rechte Hälfte des ca. 1860 errichteten Doppelhauses Von-Eynern-Straße 11 + 13. Das ehemals freistehende Gebäude ist dreigeschossig mit ausgebautem Satteldach, wurde in massiver Bauweise errichtet und besitzt eine verputzte und gegliederte Fassade und Giebelseiten. Die achtachsige straßenseitige Fassade ist spiegelsymmetrisch angelegt. Die beiden äußeren Achsen sind jeweils als Seitenrisalit leicht vorgezogen. Die vier rechten Achsen gehören zum Haus Nummer 13. Die Fassade springt leicht hinter den verputzten Sockeln mit Sockelgesims zurück. Es folgt ein Streifen der durch quadratische Bossenquader besonders betont wird. Diesen schließt ein Gesims ab, welches zugleich als Sohlbankgesims dient. Das übrige Erdgeschoss weist sich durch Quaderputz als Sockelzone für die darüber liegenden Geschosse aus. Fenster- und Türöffnungen sind mit einfachen Stuckrahmen versehen. Der Eingangsbereich liegt in der südlichen Achse und tritt sechs Stufen zurück. Den oberen Abschluss des Erdgeschosses bildet ein deutlich vorspringendes Gurtgesims. Die oberen Geschosse sind mit Bänderputz versehen. Die Stuckrahmen der Fensteröffnungen des 1. Obergeschosses ruhen auf einem durchlaufendem Sohlbankgesims. Die Stuckrahmen werden im Bereich der Brüstungen fortgesetzt. Zur Verdachung dienen gerade Gebälkstücke, die auf kleinen Volutenkonsolen ruhen. Bei der linken Achse fehlen die Postamente. Hier wurde nachträglich eine Vereinfachung vorgenommen. Den oberen Abschluss des 1. Obergeschosses bildet ein Gurtgesims, welches zugleich dem 2. Obergeschoss als Sohlbankgesims dient. Die Fensteröffnungen des 2. Obergeschosses werden von einfachen Stuckrahmen umgeben und zur Verdachung dienen gerade Gebälkstücke. Im Bereich des Risaliten befindet sich ein Dreifachfenster, welches von Pilastern flankiert wird, die ein durchgehendes Gebälkstück tragen. Eingestellt darin zwei Hermen. Den oberen Abschluss der Fassade bildet ein Kranzgesims. Das ursprüngliche Anthemionfries hat sich an der straßenseitigen Fassade des Hauses 13 nicht erhalten. Der Risalit wird von einem flachen Dreiecksgiebel oberhalb des Kranzgesimses gekrönt. Im Giebelfeld befindet sich ein Fenster. Die nördliche Giebelfront weist die gleiche Wandflächengestaltung auf wie die Vorderseite. In jedem Geschoss befindet sich jeweils mittig ein Fenster. Die einfache Fensteröffnung des Erdgeschosses lässt vermuten, dass es sich hierbei um eine rückgebaute Türe handelt. Die Wandflächen des 1. Obergeschosses werden von zwei Medaillons geziert. Die Fensteröffnung ist mit einem Stuckrahmen versehen und besitzt zur Verdachung ein gerades Gebälkstück auf kleinen Konsolen. Die Fensteröffnung des 2. Obergeschosses ist in gleicher Weise gestaltet. Im Bereich des Dachgeschosses befinden sich drei kleinere Fensteröffnungen. Ursprünglich ist jedoch nur das mittlere Fenster. Das lässt sich anhand der Rahmen und der, den äußeren Fensteröffnungen fehlenden, Sohlbank auf Konsolen nachvollziehen. Außerdem schneiden die äußeren Fensteröffnungen in das an der Giebelseite erhaltene Anthemionfries ein. Die Rückseite des Gebäudes ist glatt verputzt. Das Gebäude ist ein Wohnhaus, das in seiner architektonischen Gestaltung in der Formensprache des Spätklassizismus gehalten ist. Erhaltung und Nutzung liegen gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude.