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Unterdörnen   ~

Bezeichnung: Adlerbrücke
Stadtbezirk: Barmen
Straße: Unterdörnen  ~
Denkmalnummer: 1358
 
Eintragungsdatum: 16.07.2009
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamte Brücke
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Die 1868 erbaute Brücke ist nicht nur die älteste Stahlbrücke Wuppertals, sondern darüber hinaus eine der landesweit letzten erhaltenen Gitterträgerkonstruktionen.

Der Überbau dieser Brücke ist als parallelgurtige Stahlfachwerkkonstruktion mit außen liegenden Hauptträgern ausgeführt. Spannweite ca. 26.40m. Breite zwischen den Hauptträgern 8.44m. Breite der Fahrbahn 5,50m. Beiderseits Gehwege mit einer lichten Breite von 1,38m. Fahrbahn und Gehwege befinden sich auf Höhe des Hauptträgeruntergurtes. Die Systemhöhe der Hauptträger beträgt 2,60m. Die Hauptträger sind als mehrteilige Gitterträger ausgebildet ( sog. "Dischinger-Träger"). Im Achsabstand von 1.882m befinden sich Querträger, die in die Vertikalen der Hauptträger einbinden. Im Achsabstand von 1.33m bzw. 1.56m sind Längsträger angeordnet, die wiederum in die Querträger einbinden.

Die Fahrbahndecke besteht erst aus einer Hartgussasphaltschicht auf einer Isolierung. Asphalt und Isolierung liegen auf einem (bis in die Wiederaufbauphase nach dem 2. Weltkrieg freiliegenden) Holzbohlenbelag, der die Lasten über Querhölzer zu den stählernen Längsträgern führt. Die Längsträger leiten die Lasten weiter in die Querträger, von dort aus weiter in die Hauptträger. Die Gehwegdecke besteht ebenfalls aus einer Gussasphaltschicht, die auf einen Holzbohlenbelag aufgebracht wurde. Dieser liegt auf Längsbalken mit Lastableitung zu den stählernen Querträgern.
Haupt-, Quer- und Längsträger sind als Einfeldträger ausgebildet. Die Holzbalken, die die Lasten aus den Holzbohlenbelägen von Gehwegen und Fahrbahn aufnehmen, sind als Mehrfeldträger ausgeführt worden. Als Längsträger dienen gewalzte Stahlprofile. Querträger und Hauptträger sind aus Winkelprofilen und Blechen zusammen genietete Querschnitte.

Die Brückenwiderlager an den beiden Ufern sind natursteinverblendete Schwergewichtsmauern.

Die Adlerbrücke ist ein höchst bedeutendes Dokument der Ingenieurbaukunst und der Brückenbaugeschichte. Zugleich ein wichtiges Zeugnis der Wuppertaler Verkehrsgeschichte und der städtebaulichen Entwicklung Barmens. Sie ist ein prägendes Element der stadträumlichen Flusslandschaft und korrespondiert in funktionaler, optischer und thematischer Hinsicht sinnfällig mit Engelshaus und Historischem Zentrum bzw. mit dem historischen Sitz des CVJM-Adlerbrücke.

Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.

Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte oben beschriebene Objekt.



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