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Adolf-Vorwerk-Str.   0

Bezeichnung: Adolf-Vorwerk-Straße - Brunnen ggü. Toelleturm
Stadtbezirk: Barmen
Straße: Adolf-Vorwerk-Str.  0
Denkmalnummer: 4056
 
Eintragungsdatum: 13.06.1997
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamter Brunnen
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:

Bei dem Objekt handelt es sich um den Brunnen, der 1929 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Firma Vorwerk & Sohn im Jahre 1927, von Wilhelm Vorwerk der Stadt Barmen geschenkt wurde

Der Brunnen besteht aus drei gestuften Überlaufbecken. Aus dem obersten sprudelt das Wasser und ergießt sich kaskadenartig in die unteren Becken. Er wird umgeben von einem großen oktogonalen Bassin. In diesem befanden sich ursprünglich vier Bronzenfiguren des Berliner Künstlers Wynand, welcher für die Stadt Barmen auch die Figuren auf den Sockeln der Fahnenmasten vor dem Rathaus geschaffen hat. Vermutlich in den 1940er Jahren wurden sie demontiert (Umfangreiche Suchaktionen in den 1960er und 1980er Jahren blieben leider ohne Erfolg). Doch auch ohne die Figuren ist der Brunnen ein gutes Beispiel für die Ausstattung des öffentlichen Raumes in den 1920er Jahren.
Die Form der Wasserbecken ist zeittypisch, sie kann mit Porzellan aus derselben Epoche am besten verglichen werden. Der oktogonale Grundriss bildete zusammen mit den Figuren eine Reminiszens an die Antike; vergleichbare Brunnenformen mit Figurenschmuck fanden sich schon in römischer Zeit. Umfangreiche Renovierungen wurden an dem Brunnen in den 1950er Jahren und 1967 vorgenommen.
Der Brunnen stellt ein gutes Beispiel für die Bildhauerkunst seiner Zeit dar. Als Geschenk an den Barmer Verschönerungsverein erinnert er an die für das Tal der Wupper typische Tradition, dass wohlhabende Familien sich zu so genannten Verschönerungsvereinen zusammenschlossen und wichtige Aufgaben im Sinne von Stadtgestaltung wahrnahmen. Beispiele sind hier die Verwirklichung verschiedener öffentlicher Parkanlagen.

Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.
Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf den gesamten Brunnen.


(Sadowski)


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