SUCHE  >  ERGEBNISLISTE  >  Details

Am Buschhäuschen 70  

Bezeichnung: Am Buschhäuschen 70
Stadtbezirk:
Straße:  
Denkmalnummer: 2047
 
Eintragungsdatum: 25.02.1992
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude einschließlich der Einf
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das Gebäude Am Buschhäuschen 70 ist eine zweigeschossige, 1911 erbaute Villa in Werksteinmauerwerk mit Walmdach auf nahezu rechteckigem Grundriss, mit einem seitlichen eingeschossigen Anbau unter Mansardendach. Das Gebäude liegt in städtebaulich markanter Ecklage auf einem parkartigen Grundstück an der Einmündung der Straße Am Buschhäuschen in die Katernberger Straße im Briller Viertel. Das repräsentative Wohnhaus ließ sich der Kaufmann und Fabrikbesitzer Ernst Noetzlin 1911 errichten.

Das Haus wird erschlossen mit einer Vorfahrt und einem Portikus auf der östlichen Schmalseite von der Straße Am Buschhäuschen. Die Fassade ist auf dieser Seite - wie auch zur Katernberger Straße - als Schauseite besonders repräsentativ gestaltet. Fast über die ganze Hausbreite ist die dreiachsige, streng mittelaxiale Fassade risalitartig vorgezogen und mit einer dreiseitigen Vergiebelung verdacht. Die vertikale Gliederung zu drei Achsen wird mit den kannelierten, wandhohen Pilastern betont, die mit ionisierenden Kapitellen ausgestattet sind. Horizontale Gliederungselemente der Fassade sind die Bänderung des Erdgeschosses, Gurtgesims, Architrav und ein Kranzgesims. Der mittig angeordnete Portikus erhebt sich auf zwei Pfeilern und zwei kannelierten Säulen und schützt einen segmentbogigen Hauseingang; er ist im Obergeschoss mit einem offenen Austritt versehen, der von einer dreigeteilten, verglasten Tür mit Oberlicht zugänglich ist und der mit einem schmiedeeisernen Geländer gesichert ist.
...

In dem parkartigen Gartengelände befindet sich ein Gartenpavillon auf einem achteckigen Grundriss.
...

Das o. g. Gebäude ist mit seiner neoklassizistischen - neobarocken Formensprache ein anschauliches Beispiel einer Architekturauffassung seiner Zeit. Der separate Anbau für Hauswirtschaftsräume ist typisch für das großbürgerliche, vorstädtische Wohnhaus jener Zeit.
Das Gebäude legt als Bautyp Villa zugleich Zeugnis ab von den Wohn- und Lebensvorstellungen der Schicht, der der Bauherr angehörte. Es liegt im Briller Viertel, das als ein großbürgerliches Wohnviertel mit prachtvollen Villen und repräsentativen Bürgerhäusern hauptsächlich in der Zeit zwischen 1875 und dem Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Das Viertel ist ein wichtiges Zeugnis für die Entwicklung Elberfelds zur Industriegroßstadt und somit ein Zeugnis für die Geschichte der ehemals selbständigen Stadt Elberfeld.

Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus wissenschaftlichen, insbesondere architektur- und sozialgeschichtlichen, städtebaulichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.
Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude, einschließlich der Einfriedung und des Gartenpavillons.



(Oc)


Kontakt: Hinweise oder Anregungen senden