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Burgunderstr.   3

Bezeichnung: Siedlung Frankenplatz
Stadtbezirk: Elberfeld
Straße: Burgunderstr.  3
Denkmalnummer: 1787
 
Eintragungsdatum: 04.07.1990
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude einschließlich der Auße
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das Objekt Burgunderstraße 3 ist das Mittelhaus der dreigeschossigen Häusergruppe Burgunderstraße 1/3/5, welche Bestandteil der Blockbebauung Gotenstraße/Frankenplatz/Burgunderstraße/Schwabenweg ist. Das Wohnhaus wurde um 1920 vom Architekten Clemens Julius Mangner für den "Gemeinnützigen Bauverein e.G.m.b.H. zu Elberfeld" erbaut.
Dieser 1910 gegründete Bauverein errichtete im Zeitraum von 1912 bis 1925 "Auf dem Bredt" 43 Miethäuser mit 243 Wohnungen und 39 Eigenheime mit 73 Wohnungen.
Das o. g. Objekt gehört zu den Miethäusern. Die vierachsige, symmetrisch aufgebaute Straßenfront ist oberhalb des Bruchsteinsockels als Putzfassade ausgebildet, die mit bescheidenen architektonischen Mitteln wie durchlaufendes Brüstungsgesims im 2. Obergeschoss und schlichte Umrahmungen der Fenster gestaltet. Die Hauseingangstür wird mit den angrenzenden Fenstern unter einer gemeinsamen Verdachung zusammengefasst. Die fünfachsige, verputzte Rückfront ist ebenfalls symmetrisch gestaltet. Zu beiden Seiten der Mittelachse mit Hofausgangstür und Treppenhausfenstern schlossen sich ehemals Loggien an, die zu einem späteren Zeitpunkt verglast wurden. Um optisch eine Zweigeschossigkeit vorzutäuschen, wurden sowohl an der Straßen- als auch an der Hoffassade unterhalb der Brüstung des zweiten Obergeschosses eingedeckte Aufschieblinge auf die Fassade gebracht. Überdeckt wird das Gebäude von einem Satteldach.
Das Objekt Burgunderstraße 3 bildet einen unverzichtbaren Bestandteil des Ensembles "Auf dem Bredt". Die Schutzwürdigkeit dieser Anlage beruht auf ihrer sozialgeschichtlichen Bedeutung als Siedlung des "Gemeinnützigen Bauvereins zu Elberfeld", dessen Ziel es war, preiswerte und gute Wohnungen für die ärmeren Bevölkerungsschichten zu schaffen und bei aller Sparsamkeit in der Gesamtanlage, die aus dem Gartenstadtprinzip entwickelt ist, und im architektonischen Detail, ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild zu bieten. Aus dem Vorhergehenden ergibt sich gleichermaßen die Bedeutung dieser Siedlung für die Geschichte der Stadt Wuppertal.

Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, stadthistorischen und wissenschaftlichen Gründen im öffentlichen Interesse.

Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude einschließlich der Außenanlagen.





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