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Frankenplatz   29

Bezeichnung: Siedlung Frankenplatz
Stadtbezirk: Elberfeld
Straße: Frankenplatz  29
Denkmalnummer: 1779
 
Eintragungsdatum: 21.06.1990
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude einschließlich der Auße
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das Objekt Frankenplatz 31 ist die südöstliche Gebäudehälfte des zweigeschossigen Doppelwohnhauses Frankenplatz 29/31, das mit den Gebäuden Frankenplatz 21, 23, 25, 27, 29, 33 und 35 eine geschlossene Häuserzeile entlang des Frankenplatzes bildet. Das Haus wurde um 1920 vom Architekten Clemens Mangner für den "Gemeinnützigen Bauverein e. G. m. b. H. zu Elberfeld" erbaut. Dieser 1910 gegründete Bauverein errichtete im Zeitraum von 1912 - 1927 "Auf dem Bredt" 43 Mietshäuser mit 243 Wohnungen und 39 Eigenheime mit 73 Wohnungen. Das Doppelhaus Frankenplatz 29/31 gehört zu den Eigenheimen und wurde für 2 Familien geplant. Beide Haushälften sind spiegelbildlich gestaltet. Die Straßenfront ist eine Putzfassade, die mit bescheidenen architektonischen Mitteln wie durchlaufendem Brüstungsgesims und schlichten Umrahmungen der Fenster gestaltet ist. Die Hauseingänge beider Gebäudehälften liegen im Bereich der beiden Mittelachsen. Beide äußeren Achsen des Doppelwohnhauses haben im 1. Obergeschoss einen eingeschossigen Erker, der im Bereich des Daches durch einen Zwerchgiebel betont wird. Das Bindeglied zwischen beiden Zwerchgiebeln bilden zwei Schleppgauben. Die Rückfront ist eine, ebenfalls symmetrisch gestaltete, schlichte glatt abgeriebene Putzfassade mit jeweils einem Balkon im 1. Obergeschoss. Überdeckt werden beide Haushälften von einem Satteldach.
Das genannte Objekt bildet einen unverzichtbaren Bestandteil des Ensembles "Auf dem Bredt". Die Schutzwürdigkeit dieser Anlage beruht auf ihrer sozialgeschichtlichen Bedeutung als Siedlung des "Gemeinnützigen Bauvereins zu Elberfeld", dessen Ziel es war, preiswerte und gute Wohnungen für die ärmeren Bevölkerungsschichten zu schaffen und bei aller Sparsamkeit in der Gesamtanlage, die aus dem Gartenstadtprinzip entwickelt ist, und im architektonischen Detail ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild zu bieten.
Aus dem Vorhergehenden ergibt sich gleichermaßen die Bedeutung dieser Siedlung für die Geschichte der Stadt Wuppertal.

Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, stadthistorischen und wissenschaftlichen Gründen im öffentlichen Interesse.

Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude einschließlich der Außenanlagen.


(Lechleiter)


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