SUCHE  >  ERGEBNISLISTE  >  Details

Frankenstr.   ~

Bezeichnung: Siedlung Frankenplatz - Pelerinentreppe
Stadtbezirk: Elberfeld
Straße: Frankenstr.  ~
Denkmalnummer: 3745
 
Eintragungsdatum: 11.12.1995
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamte Treppenanlage
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Die Treppe, die die tiefer gelegene Frankenstraße mit der höher gelegenen Friesenstraße verbindet, ist ein integraler Bestandteil der sogenannten "Siedlung Frankenplatz" bzw. "Siedlung Auf der Bredt", welche in den Jahren 1912-1925 am Nordwesthang der Hardtanlage entstand und als Gesamtanlage eindeutig Denkmalcharakter besitzt.

Die in einiger Entfernung vom Frankenplatz zwischen den beiden zentralen Straßen der Siedlung vermittelnde Treppenanlage zeigt einen von sanften Kurven gekennzeichneten und nahe der Friesenstraße zwei rechtwinkelige Ecken aufweisenden Verlauf. Dabei handelt es sich um wesentlichen um eine leicht ansteigende Ebene, die an insgesamt fünf Stellen von einigen aufeinanderfolgenden Stufen unterbrochen wird. Während die Treppenstufen original erhalten sind, wurde die kleinsteinige Pflasterung der Wegabschnitte erneuert. Außer durch den spezifischen Verlauf erhält die Treppenanlage ihren Charakter durch die beidseitig den Weg begrenzende Mauer. Diese zeigt in ihrer Höhe erhebliche Unterschiede zwischen ungefähr knöchelhoch und ungefähr mannshoch und ist aus grob behauenem Quadermauerwerk (Sandstein) errichtet, wobei die einzelnen Quader in Länge und Höhe stark variieren und also auch nicht in gleich hohen Schichten angeordnet sind. Als oberer Abschluss dienen flache Steinplatten. An einigen Stellen wird die Mauer von Hecken- bzw. Zaunabschnitten unterbrochen; auch zweigen mehrfach Wege zu den Eingängen der auf beiden Seiten gelegenen Häuser ab. Die im Bereich der Stufenfolgen angebrachten Geländer bzw. Handläufe aus Eisen sind original erhalten.

Der Denkmalwert der beschriebenen Treppenanlage ist in unmittelbarem Zusammenhang mit der "Siedlung Frankenplatz" zu sehen, zu deren Infrastruktur sie als wesentlicher Bestandteil dazugehört. Die genannte Wohnsiedlung wurde in den Jahren 1912-1925 vom "Gemeinnützigen Bauverein e.G.m.b.H. zu Elberfeld" errichtet. Die Anlage, die in Mehrfamilienhausblocks und Einzelhäusern preiswerten Wohnraum vorwiegend für ärmere Schichten der Bevölkerung bot, wurde nach den damals fortschrittlichen Prinzipien des Städtebaus geplant. Im Gegensatz zu dem bis dahin bei neu angelegten Wohnvierteln üblichen Rastersystem der Straßenführung orientiert sich der Siedlungsgrundriß an der vorhandenen Topographie am Nordwesthang der Hardtanlage. Die Straßenzüge folgen den Höhenlinien und verlaufen teilweise in Biegungen und Windungen. Darüber hinaus ist die Gesamtanlage gekennzeichnet durch den Landhauscharakter der Architektur, den mittels Gruppierung und Gliederung der Baukörper erreichten Abwechslungsreichtum im Straßenbild und die starke Durchgrünung der Bebauung; somit zeigt sie sich der Gartenstadtidee verpflichtet. Als genossenschaftliche Wohnsiedlung auf der Grundlage neu entwickelter Planungsprinzipien ist die Anlage ein wichtiges Zeugnis für die Geschichte des Siedlungsbaus allgemein, zudem für die Bau- und Sozialgeschichte der Stadt Elberfeld.

Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.

Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf die gesamte Treppenanlage.


Kontakt: Hinweise oder Anregungen senden