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Friedrich-Ebert-Str.   191

Bezeichnung: Friedrich-Ebert-Str. 191 - Küpper-Brauerei - Weinhandlung Himmelmann-Pothmann
Stadtbezirk: Elberfeld-West
Straße: Friedrich-Ebert-Str.  191
Denkmalnummer: 1590
 
Eintragungsdatum: 20.04.1989
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das ein- und zweigeschossige Büro- und Lagergebäude Friedrich-Ebert-Straße 191 besteht aus zwei älteren Bauten, dem vor 1868 errichteten Gebäude an der Ostseite des Grundstücks, noch vorhanden in der östlichen Außenwand, sowie dem Kellergeschoss und dem ehemaligen Bierkeller-Lagergebäude der Brauerei Gustav Küpper, erbaut zwischen 1868 und 1872. Die Firma verkaufte diese zwecks Betriebsvergrößerung im Bendahl an die befreundete Weingroßhandlung Peter Wilhelm Richard Himmelmann Pothmann, die diese Bauten 1900 durch einen eingeschossigen Verbindungsbau zusammenfassen ließ. Das genannte Gebäude besteht an der Straßenseite und der Seiteneinfahrt aus Werksteinfassaden in gotisierenden Stilformen mit Dekor, Flachdach und Oberlicht; einem zweigeschossigen Bau an der Hofseite mit Backsteinfassaden in Stilformen der Neo-Renaissance mit vierachsigem Mittelrisalit, flachen Stufengiebeln, angedeuteten Eckwarten, Fenstergewänden mit Segmentbogensturz- und Brüstungsgesimsen, Vorbauten für WC-Anlagen und dem Aufzug in Backstein, und dem Lagergebäude (dem ursprünglichen Bierkeller) mit gegliederter Putzfassade in historistischen Stilformen in Quaderputz und Quaderputzecken auf zweischaligem Bruchsteinmauerwerk, mittigen, achteckigen Zwillingstürmen, dem östlichen mit massiver Wendeltreppe, ursprünglich mit achteckiger Haubenüberdeckung mit Spitze und abgestufter Attika zu den Endrisaliten in Form von gedrungenen quadratischen Turmstümpfen mit Quaderputz, Quaderputzecken, Medaillons, ursprünglich mit quadratischer Haube und unter 45° abgestumpften Rippenkanten mit Kugelknaufspitze und Fahnenstange.
...
Nach 1945 wurden die Patente der Firma Bayer in das Gebäude verbracht.
Das Lagergebäude, ursprünglich durch den Bierkeller der Firma Gustav Küpper mittels Tunnel unter der Friedrich-Ebert-Straße mit der gegenüberliegenden, bereits abgebrochenen Mälzerei und Brauerei seit 1872 verbunden, bildet zusammen mit den alten Brauereigebäuden Nr. 182 und 180 ein Ensemble.
Das Gebäude weist trotz einiger Veränderungen eine qualitätvolle Gestaltung auf und ist in Anbetracht der Tatsache, dass es die seinerzeit größte und modernste Weinhandlung außerhalb der Anbaugebiete des Deutschen Reiches beherbergte, ein sehr bedeutendes Zeugnis für die historische Entwicklung und Geschichte der Arbeits- und Produktionsverhältnisse Elberfelds.
Es ist unverzichtbarer Bestandteil der historischen Bebauung der weitgehend unverändert erhaltenen Friedrich-Ebert-Straße.

Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen, volkskundlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.

Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude . . .


(Remus)


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