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Waldemarstr.   2

Bezeichnung: Waldemarstraße 2
Stadtbezirk: Heckinghausen
Straße: Waldemarstr.  2
Denkmalnummer: 4227
 
Eintragungsdatum: 30.11.2006
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: Grundstückseinfriedung
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das Gebäude Waldemarstraße 2 ist ein gleichermaßen typisches wie anschauliches Beispiel großbürgerlichen Bauens des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der in seiner Grundkubatur eher sachliche Baukörper, ein 2-geschossiger Massivbaukörper mit gelben Klinkern auf einem Sockelgeschoss aus rustikalem Naturstein (Grauwacke), wird aufgelockert durch diverse Architekturelemente (dachgeschossüberragender Eckturm mit oktogonalem Grundriss, mit umlaufendem auf Zierkonsolen auskragendem Balkon in Dachgesimshöhe des Hauptgebäudekörpers, Erker und Ausluchten im EG, Balkon im OG, reich bewegte, zum Teil veränderte Dachlandschaft etc.) und Ornamentierungen (in rotem Sandstein, oder roten Sandstein darstellend: Gesimsbänder, auskragende Konsolgesime, Postamente, Fenstergewände und -verdachungen, Voluten usw.) die dem Stile der Renaissance verpflichtet sind.

Das Gebäude dürfte wenige Jahre nach Fertigstellung der Waldemarstraße errichtet worden sein (Benennung am 20.09.1888 auf ausdrücklichen Wunsch des Stifters der Straßenrampe, Friedrich-Wilhelm Dicke). Der Grund für diese Namenswahl, die damit gegenüber Wagnerstraße den Vorzug erhielt, ist bislang unbekannt.
Die höchst kunstvoll gestaltete Einfriedung mit schmiedeeisernem Stabgitteraufsatz, die funktional in der Topographie des Bauortes begründet ist, korrespondiert in Materialwahl und Gestaltungselementen in sinnfälliger Weise mit der Gebäudearchitektur.

Das oben beschriebene Gebäudeäußere und das dazugehörige Gartengrundstück mit Einfriedung ist bedeutend für die Geschichte des Menschen und der Stadt Wuppertal, bzw. der ehemals eigenständigen Stadt Barmen, da es in eindrucksvoller Weise ein anschauliches und weitgehend authentisches Beispiel für die Wohnformen einer bestimmten Gesellschaftsschicht in einer bestimmten Epoche darstellt. Vor allen Dingen die Nachbarschaft in bevorzugter Lage zu den Barmer Anlagen verleiht dem Gebäude seine herausragende städtebauliche Bedeutung.

Erhaltung und Nutzung liegen daher gemäß § 2 Abs. 1 DSchG aus wissenschaftlichen, insbesondere architekturhistorischen, ortsgeschichtlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse.
Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das Äußere des Baukörpers, dessen Gartengrundstück und die Grundstückseinfriedung.



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