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Rudolf-Ziersch-Str.   3

Bezeichnung: Rudolf-Ziersch-Straße 3
Stadtbezirk: Barmen
Straße: Rudolf-Ziersch-Str.  3
Denkmalnummer: 1637
 
Eintragungsdatum: 29.08.1989
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das Gebäude Rudolf-Ziersch-Straße 3 ist das dreigeschossige, 1926 - 27 für den jüdischen Rechtsanwalt Dr. W. Fischer durch den Architekten Hans Heinz Lüttgen erbaute Wohnhaus im Bauhausstil. Das Haus ging später in den Besitz des Wuppertaler Flugzeugkonstrukteurs Espenlaub über, der bis in die 60er Jahre dort wohnte. Es besteht aus einem eingeschossigen gebänderten Sockel aus Klinkermauerwerk und verputzten Obergeschossen. Der Eingangsbereich wird von einem auskragenden Gesims, das sich über die ganze östliche Fassadenseite erstreckt, überdacht. Einige Fensteröffnungen des Sockelgeschosses sind mit schmiedeeisernen Gittern versehen. An der Nordwest- und Südwestecke des Wohnhauses grenzen außen Terrassen an. Die südwestlich gelegene Terrasse wird teilweise von einem Balkon überdacht. Bei diesem Balkon fällt neben der abgerundeten Ecke, das leicht vorkragende Brüstungsgesims auf, das in den angrenzenden Fensterbänken weiterläuft. Alle über die Hausecken geführten Fensterbänder des ersten Obergeschosses sind durch leicht vorkragende Sturz-, Seiten- und Brüstungsgewände betont. Als Fensterform verwendet man ausschließlich Kreuzsprossenfenster. Im zweiten Obergeschoss befindet sich eine Dachterrasse mit vorkragender Brüstung. Der dreigeschossige Gebäudeteil hat ein Flachdach. Das Wohnhaus setzt sich aus einzelnen kubischen Elementen zusammen. Die abgerundeten Ecken des Balkons und die, um die Hausecken geführten Fensterbänder (typische Stilelemente der Bauhaus-Architektur) fügen diese kubischen Elemente zu einem gemeinsamen Körper zusammen. Die Terrassen, der Balkon und die hervorkragenden Seiten-, Brüstungs- und Sturzgewände der Fensterbänder ergeben ein wechselvolles Spiel von Licht und Schatten, das durch die Materialwahl und die Farbgebung unterstützt wird. Die historische Innengestaltung stimmt mit der Bauhaus -Architektur überein. Die gute Qualität macht das Gebäude zu einem wichtigen Zeugnis für die vom Bauhaus beeinflusste Architektur, von der es in Wuppertal nur sehr wenige Beispiele gibt. Neben dem künstlerischen Wert ist das genannte Haus auch für die Stadtgeschichte bedeutend.

Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2 (1) DSchG aus künstlerischen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.

Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude.


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