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Sonnborner Straße 55  

Bezeichnung: Sonnborner Straße 55
Stadtbezirk:
Straße:  
Denkmalnummer:
 
Eintragungsdatum: 17.04.1996
Austragungsdatum: 25.03.2010
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Kein Denkmal


Beschreibung:
Das Objekt Sonnborner Straße 55 ist ein vermutlich vor 1880 in Massivbauweise errichtetes, zweigeschossiges Wohnhaus. Das Gebäude schließt mit einem Satteldach, das Dachgeschoss ist ausgebaut. Die Schauseiten des Objektes (d.s. die gegen sie Sonnborner Straße gerichtete Seite, wie auch die freistehende (östliche) Giebelseite) sind verputzt und gegliedert:
Die zur Sonnborner Straße gewandte Fassade ist fünfachsig angelegt, die Mittelachse ist als flacher Risalit vorgezogen, die freistehende Giebelseite ist in den Vollgeschossen dreiachsig angelegt. Beide Schauseiten zeigen eine der Architekturauffassung des Historismus entsprechende Dekoration/Stukkatur, wobei diese in ihrem Ausdruck zur Sonnborner Straße hin deutlich gesteigert wird.
Das Erdgeschoss erhebt sich über einem glatt verputzten Sockel mit achsial eingelassenen Kellerschachtöffnungen.
Die gegen die Sonnborner Straße gerichtete Fassade zeigt im Erdgeschoss einen tief profilierten Bänderputz.

Die Mittelachse nimmt den überwiegend im historischen Zustand erhaltenen Eingangsbereich auf. Dessen seitliche Einfassungen sind als paarweise angeordnete, pilasterähnliche Wandvorlagen gestaltet. Diese sind gegliedert und nehmen im unteren Bereich einen Diamantquader auf. Die Laibung zeigt links wie rechts Medaillons, denen Putti / Eroten eingeschrieben sind.
Zur Verdachung dient dem Eingangsbereich zunächst ein in Faszien gegliedertes "Gebälkstück" (zitiert wird hier der klassische, in Faszien gegliederte (ionische o. korinthische) Architrav, ein Motiv, das in dieser Dekoration die Pilasterstellungen ergänzt.
Dieser Architrav leitet unmittelbar über zu einer Fries-/Gesimskombination, die die Gestaltung des Erdgeschosses insgesamt abschließt.
Die nach innen gezogene Haustür ist ebenfalls überwiegend im originalen Zustand erhalten. Das zweiflügelige, reich dekorierte Türblatt steht unter einem schlichten, feststehenden Oberlicht. Die Türflügel zeigen jeweils ein hochrechteckiges Sichtfenster mit kunstvoll gearbeitetem Ziergitter. Die Gestaltung des Erdgeschosses schließt mit einem kräftig auskragendem, profilierten Gesims, das an seiner Unterkante von einem Wellenbad begleitet wird.
Das erste Obergeschoss ist glatt verputzt

Die Gestaltung des ersten Obergeschosses schließt mit einer Fries-/Gesimskombination; das kräftig auskragende, zur Giebelseite über die Gebäudekante verkröpfte Schlussgesims wird hier an seiner Unterkante von einem Zahnschnittfries begleitet.
Das Objekt repräsentiert trotz nachteiliger Veränderungen ein typisches Beispiel der Architekturauffassung seiner Erbauungszeit, d.h. des Historismus.


Erhaltung und Nutzung liegen gemäß § 2 (1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse.

Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das gesamte Gebäude.


(La)



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