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Uellendahler Str.   407

Bezeichnung: Uellendahler Str. 407 - Griechisch-Orthodoxe Kirche
Stadtbezirk: Uellendahl-Katernberg
Straße: Uellendahler Str.  407
Denkmalnummer: 1898
 
Eintragungsdatum: 10.06.1991
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das Objekt Uellendahler Straße 407 ist das eingeschossige, 1896 vom Bauleiter und Architekten Christ. Gerhard für rd. 36.000,-- RM erbaute evangelisch-reformierte Gemeindehaus mit Betsaal und Küsterwohnung in gegliederten Klinkerfassaden und historistischen Stilformen auf glatt verputztem Sockelgeschoss, mit Rundbogentür- und Fensterstürzen auf gestuften Anschlägen mit vorkragenden Rundbogengesimsen, den Rundbogen - Trauffriesen und vorkragend gestuften und gemauerten Konsolen mit Naturstein - Traufgesimsen an der dreiachsigen Straßenfassade und einachsigem Mittelrisalit mit zweiflügeliger Eingangstür, aufgesetzten Füllungen, Kämpfer und Rundbogen-Oberlicht über Außenstufen mit überdecktem hohem Zwerchgiebel und höhengestuften Rundbogenfriesen auf vorkragend gestuften und gemauerten Konsolen mit waagerecht abgeknickten Aufschieblingen der Naturstein-Ortgänge und seitlichen Risalitverbreiterungen über Naturstein-Wasserschlägen im Trauffriesbereich mit zweiflügeligem Rundbogen-Sprossenfenster im Giebelfeld, der zweiachsigen West-Giebelfassade in gleicher Gliederung wie der des Mittelrisalits mit hohen Rundbogensprossenfenstern und Oberlichtern, wie auch an der Straßenfassade im Erdgeschoss und kleineren im Dachgeschoss, der dreiachsigen Ost-Giebelfassade in gleicher Mauerwerksgliederung wie der des Westgiebels, jedoch mit drei einflügeligen Rundbogentüren auf je einer Eingangsstufe im Erdgeschoss, drei Rundbogenfenstern mit Kämpfern und Oberlichtern im Obergeschoss, sowie einem im mittigem Giebelfeld, mit später seitlich eingebautem kleinerem Fenster mit scheidrechtem Sturz, mit nördlichem Betsaal und beiderseits zurückgesetzter dreiachsiger und gleichnamiger Ost- und Westfassade mit mittigen, zweiflügeligen Eingangstüren, beiderseitigen Glasfüllungen und Rundbogen-Oberlichtern mit Glassprossung über zwei- und dreistufiger Außentreppe und Podesten, seitlichen Wangen und Abdeckungen, seitlichen dreiflügeligen Rundbogenfenstern in gleichen Mauerwerksgliederungen. Die hintereinandergesetzten Baukörper werden von Satteldächern überdeckt, deren Firstlinien mit der des Zwerchdaches ein Kreuz bilden, in dessen Schnittpunkt auf quadratischer, verschieferter Sockelbasis eine offene Fachwerkkonstruktion aus vier Pfosten, Brüstungs-, Sturzriegeln und verschiefertem Zeltdach mit verzinkter Kugelspitze aufsitzt, die ursprünglich als Glockenturm diente. Das Gemeindehaus wurde 1969 an die Griechisch-Orthodoxe Kirche verkauft. Die solide und gute Qualität der Architektur und des Dekors macht das Gebäude zu einem Beispiel für die Architekturauffassung der Zeit. Erhaltung und Nutzung liegen gemäß § 2(1) DSchG aus städtebaulichen, wissenschaftlichen und stadthistorischen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf das Gemeindehaus mit Betsaal und Küsterwohnung, der Einfriedung .... (Remus)

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