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Viktoriastr.   62

Bezeichnung: Viktoriastraße 62
Stadtbezirk: Elberfeld-West
Straße: Viktoriastr.  62
Denkmalnummer: 2401
 
Eintragungsdatum: 07.09.1992
Austragungsdatum:
 
Schutzumfang: gesamtes Gebäude
Eigentumsstatus:
 
Klassifizierung: Denkmal


Beschreibung:
Das Objekt Viktoriastraße 62/64 ist ein Doppelhaus einer insgesamt aus zwei Einzel- und zwei Doppelhäusern bestehenden Mietshausgruppe auf einem Eckgrundstück zwischen der Von-der-Tann-Straße und der Viktoriastraße. Bauherr der 1935 errichteten Wohngruppe war die Stuttgarter Allianz und Lebensversicherungsbank AG. Der Architekt Hans Heinz Lüttgen füllte mit dem Komplex, der sich in die schwierige Hanglage einfügt, eine Baulücke im Briller Viertel. Das Doppelhaus Viktoriastraße 62/64 ist ein neunachsiger, dreigeschossiger Bau mit Satteldach. Das Gebäude Nr. 62 nimmt die drei rechten Achsen, das Gebäude Nr. 64 die drei linken und drei mittleren Achsen ein. Das Doppelhaus besitzt an allen Seiten Kellenputz. In den zwei äußeren Achsen der zusammenhängend gestalteten Fassade befinden sich zweigeschossige Ausluchte. Die Ausluchte weisen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss mehrteilige Fensterbänder, die um die Ecke geführt werden und keine Einfassungen besitzen, auf. Ihr oberer Abschluss ist jeweils im zweiten Obergeschoss als Terrasse mit Fenstertür und abgestützter Verdachung ausgebildet. Im Bereich der sieben mittleren Achsen ist die Fassade im zweiten Obergeschoss nach hinten versetzt. Der schmale Versprung wird von einem Pultdach überdeckt. Die hervorgehobenen Eingangsbereiche mit je drei darüber liegenden, runden Treppenhausfenstern sitzen in schwach zurücktretenden Wandflächen in der Breite der Eingangsachse. Die Tür- und Fenstereinfassungen aus Naturstein, die sich an allen Gebäudeseiten wiederholen, setzen sich deutlich von dem Kellerputz ab. Die Mittelachse wird durch Fenstertüren mit vorgesetzten Balkonen in allen Geschossen betont. Im Bereich der zweiten, vierten, sechsten und achten Achse befinden sich außer zwei Fenstertüren mit Brüstungsgittern und Klappläden einfache, rechteckige Fenster. Die Giebelseiten weisen bis auf ein schmales Fenster mit Brüstungsgitter im Dachgeschoss und die Fensterbänder im Bereich der Ausluchte keine weiteren Öffnungen auf. Der Versprung mit überdecktem Pultdach über dem ersten Obergeschoss wiederholt sich an der Rückfront. Die Rückfront weist sechs Achsen auf. Das Gebäude Viktoriastr.62/64 ist als Teil der 1935 errichteten Geschosswohnungsanlage eines der wenigen erhaltenen, qualitätsvollen Beispiele aus der Endphase des Neuen Bauens. Erhaltung und Nutzung liegen deshalb gemäß § 2(1) DSchG aus stadthistorischen und wissenschaftlichen, insbesondere baugeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf die gesamte Anlage einschließlich der Einfriedung. (Ro)

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