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Neues von der WiFö 4.0

Resilienz - Selbstständigkeit in der Krise bewahren

Resilienz...

...bezeichnet die Fähigkeit eines Systems sich trotz externer Störungen und Veränderungen selbst zu erhalten, sodass die eigenen Funktionsweisen und Strukturen gewahrt werden. Diese Fähigkeit beinhaltet die Selbstorganisation innerhalb des Systems sowie das Vermögen sich selbst neu zu sortieren, sodass eine eigenständige Anpassung an die externen Veränderungen vollzogen wird.


Bezieht man Resilienz auf Kommunen & Regionen bedeutet der Begriff, dass diese durch ein gewisses Maß an Unabhängigkeit von der Außenwelt krisenfest sind. Für eine Stadt wie Wuppertal heißt Resilienz also in der Lage zu sein, sich innerhalb der gegebenen regionalen Grenzen so neu zu ordnen und von innen heraus zu stärken, dass das Leben trotz externer Krisen weitergeführt werden kann.

Um diese Stärkung aus sich selbst heraus zu gewährleisten ist es wichtig, dass Wuppertal (mit umliegender Region) in der Lage ist, sich zu einem gewissen Grad selbst zu versorgen. #subsistenzwirtschaft

Hierbei rückt die Effektivität (gegenüber der Effizienz) in den Fokus der Aufmerksamkeit. Es geht darum, die richtigen Dinge zu tun. Dabei muss entgegen aller vorherrschenden Paradigmen nicht alles messbar und bewertbar sein. Deshalb umfasst der Begriff Wirtschaft im Konzept der Wirtschaftsförderung 4.0 auch nachhaltige und regionale Initiativen, Ehrenamt und Sharing Economy. #wirtschaftsförderungvierpunktnull

Die Corona-Pandemie zeigt uns kurzfristig und sehr plötzlich, wie wichtig Resilienz und die Fähigkeit zur teilweisen regionalen Selbstversorgung für Wuppertal ist. Lieferketten sind unterbrochen, Hamsterkäufe verdeutlichen die Angst der BürgerInnen vor einem Versorgungsstopp, Grenzen sind teilweise geschlossen, Unterstützung durch internationale SaisonarbeiterInnen bleibt aus, die weltweite Wirtschaft gerät ins Wanken.

Damit unterstreicht die aktuelle Situation noch einmal die Notwendigkeit einer Wirtschaftsförderung 4.0. Diese verfolgt das Ziel eine Form der Wirtschaftsförderung zu etablieren, die kooperative und nachhaltige Initiativen in Wuppertal stärkt und systematisch unterstützt.

In Zeiten der Corona-Krise beweist Wuppertal einmal mehr, dass der Zusammenhalt in der Stadt und das Potenzial im Bereich Wirtschaftsförderung 4.0 groß ist. Viele Hilfsinitiativen haben sich gebildet, um Gastronomie, lokalen Einzelhandel oder die eigene Nachbarschaft zu unterstützen. Diese stellen wir Ihnen nachfolgend vor. 

Quellen:

  • Hahne, Ulf: Exkurs Lern- und Experimentalorte: Stadt-Land-Räume und ihre neuen ökonomischen Verflechtungen. In: Kegler, Harald (Hrsg.) (2014): Resilienz Strategien und Perspektiven für die widerstandsfähige und lernende Stadt. Gütersloh, S. 108–116

  • Kopatz, Michael (2015): Wirtschaftsförderung 4.0. Kooperative Wirtschaftsformen in Kommunen, in: Politische Ökologie Nr. 142, S. 18-24.

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Bildnachweise

  • Foto Reimann
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