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Wirtschaftsförderung Wuppertal Aktuelles | 26.04.2021

Vormerken: Neues Sonderprogramm für Digitalisierung im Handel geplant

Das Land NRW kündigt für das zweite Halbjahr ein neues Sonderprogramm für den Einzelhandel an. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, um die Kundenbeziehung zu stärken.

Die Einzelheiten sind zwar noch nicht bekannt. Trotzdem kündigte die Landesregierung NRW bereits an, dass es 2021 ein zweites Sonderprogramm gibt, um digitale Lösungen im Einzelhandel voranzutreiben. Das Programm soll im zweiten Quartal dieses Jahres starten.

Der Förderaufruf richtet sich an stationäre HändlerInnen mit weniger als 50 Beschäftigten und maximal zehn Millionen Euro Umsatz bzw. Bilanzsumme. Unterstützt werden Aktivitäten, die zur Verbesserung der Kundenbeziehung beitragen. Das können zum Beispiel Maßnahmen zur Stärkung der Social Media Präsenz, die Anschaffung von technischer Ausstattung zum Erstellen von Foto- und Videoinhalten oder die Einrichtung von Abholstationen sein. Zur finanziellen Unterstützung werden Gutscheine in Höhe von max. 2.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt umfasst das Programm ein Fördervolumen von sechs Millionen Euro.

 

Andrang auf das Sonderprogramm 2020
Bereits im letzten Jahr konnten HändlerInnen sich finanzielle Hilfe holen, um für ihre Geschäfte neue Online-Strategien umzusetzen oder technische Lösungen im Arbeitsalltag zu etablieren. Das Programm mit dem Titel „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ wurde von Wuppertaler HändlerInnen gut angenommen. Der Wirtschaftsförderung sind allein 30 Anträge bekannt, die auch bereits genehmigt wurden.

Auch der von Reza Ghaderi. Der Inhaber des Elberfelder Traditionsgeschäfts Freaky Style bietet seit 30 Jahren Streetware, Schuhe und Accessoires. Ghaderi setzt für sein Geschäft auf den Einsatz eines neuen Warenwirtschaftssystems mit Schnittstelle zur Online City Wuppertal. Bisher musste er Produkte per Hand in den Computer eingeben, wenn er sie online anbieten oder wieder aus dem Shop herausnehmen wollte. Das neue System bietet Ghaderi einen automatischen Informationsfluss. „Das kommt unseren Kunden zu Gute, weil unser Angebot stets aktuell ist. Und wir sparen Zeit und können uns auf Beratung und Verkauf konzentrieren“.

 

Weitere Förderchancen für digitale Projekte
Neben dem extra für den Einzelhandel aufgesetzten Programm gibt es noch weitere Möglichkeiten, um Digitalisierungsprojekte in kleinen und mittleren Unternehmen fördern zu lassen. Beim Programm „go-digital“ beraten Experten zu den Themen Online-Handel, Digitalisierung des Geschäftsalltags und IT-Sicherheit und begleiten die Projektumsetzung. Die Förderquote liegt bei 50 % des Beratertagessatzes. Bei „unternehmensWert:Mensch Plus“ wird eine digitale Unternehmensstrategie ausgearbeitet. Hier werden die Kosten der Einführung mit 80 % bezuschusst.
Mehr Infos über beide Programme finden Sie auf unserer Website. Bei Fragen beraten wir Sie gerne.

Tipp: Wer sein Wissen vertiefen möchte, findet bei den Digitalcoaches (Öffnet in einem neuen Tab) des Handelsverbands NRW oder dem Kompetenzzentrum Handel (Öffnet in einem neuen Tab) des Mittelstands 4.0 viele kostenlose Seminare und Beratungsangebote zu sämtlichen Digitalisierungsthemen.

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Bildnachweise

  • athree23 auf Pixabay

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