Gemeinwohlcheck stößt auf große Resonanz

Die TOP 30 der Projektideen zum Bürgerbudget stehen fest. Sie haben den "Gemeinwohlcheck" der Wuppertalerinnen und Wuppertaler in der Bürgerwerkstatt am 7. Juni 2017 bestanden und gehen jetzt in die nächste Runde.
Über 170 Wuppertalerinnen und Wuppertaler kamen am 7. Juni 2017 in der Gesamtschule Barmen zusammen, um an der Bürgerwerkstatt zum Bürgerbudget teilzunehmen. Im Vorfeld waren sowohl die Ideengeber der einzelnen Projekte als auch alle anderen Interessierten eingeladen worden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten mit großem Engagement in 21 Kleingruppen über die eingereichten Projektideen und bewerteten diese mit Blick auf ihren Beitrag zum Gemeinwohl: was nützt Wuppertal am meisten? Je größer der Mehrwert für die Stadt nach Meinung der Teilnehmer, desto mehr Punkte wurden vergeben. Die Diskussionen wurden teilweise hitzig geführt, an den einzelnen Tischen kam man aber immer zu gemeinsamen Lösungen.
Teilnehmer der Bürgerwerkstatt diskutieren über Projekte
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http://www.buergerbudget.wuppertal.de

Die Auswertung begann sogleich während der Veranstaltung, sodass am Ende ein klares und nachvollziehbares Ergebnis präsentiert werden konnte: Eine Liste der 30 am besten bewerteten Projektideen. Tatsächlich handelt es sich bei der TOP 30 eigentlich um eine TOP 32, was sich durch einen Punktgleichstand zurückführen lässt. Die Liste der TOP 32 sowie eine detailliertere methodische Beschreibung des angewandten Verfahrens können Sie jederzeit unter http://www.buergerbudget.wuppertal.de einsehen.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung Wuppertal bei der Auswertung der Ergebnisse
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In die TOP 30 haben es spannende Projekte geschafft. Sie decken inhaltlich ein breites Spektrum an Themen zur Verbesserung der Lebensqualität in Wuppertal ab. Mehrere Projekte beschäftigen sich beispielsweise mit der zusätzlichen Begrünung der Stadt. Da finden sich unter anderem Projekte mit den Titeln "Naschgärten" oder "essbares Tal". Andere Vorschläge zielen auf Verbesserungen der Mobilität sowie der Infrastruktur und fordern unter anderem mobile Rampen für Rollstuhlfahrer zur Ausleihe, eine Urban Bike Map, Fahrradgaragen für den Ölberg und vieles Weitere.
Umschläge mit den Projektideen
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Wie geht es weiter?

An die Bürgerwerkstatt schließt eine sogenannte Detailprüfung durch die FAchverwaltung der Stadt Wuppertal an. Die Projekte werden hierbei auf Kosten und Umsetzbarkeit geprüft. Sollte sich herausstellen, dass ein Projekt nicht umsetzbar ist oder die Summe von 50.000 Euro übersteigt, rückt die nächstfolgende Idee auf der Liste nach. Ein weiteres Voting durch die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse startet im September dieses Jahres.
Hintergrundinformationen: Beim Bürgerbudget Wuppertal handelt es sich um ein von der Europäischen Union finanziertes Pilotprojekt mit neuen und modernen Bürgerbeteiligungsmethoden. Es stehen insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung, um Ideen der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen, die einen eindeutigen Mehrwert für das Leben in Wuppertal schaffen. Online, per Telefon oder bei der Straßenkampagne waren bis zum 24. Mai 2017 alle Wuppertaler dazu aufgerufen Projektideen bei der Stadt Wuppertal einzureichen. Hierbei waren insgesamt 266 Projektideen eingegangen, die auf der begleitenden Plattform bewertet werden konnten. Die 100 beliebtesten Projekte wurden schließlich in der Bürgerwerkstatt dem "Gemeinwohlcheck" unterzogen.
Arbeit im Gemeinwohlcheck
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Das Team Bürgerbeteiligung und die Kämmerei bedanken sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Bürgerwerkstatt für das Engagement und hoffen auch weiterhin auf eine rege Beteiligung.

Weitere Informationen zum Bürgerbudget Wuppertal finden Sie auf http://www.buergerbudget.wuppertal.de/