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Bergisch Competentia

Empfang für Frauen in Führung 2020

Beim Empfang für "Frauen in Führung" ehrten die drei Oberbürgermeister die diesjährigen Gewinnerinnen - die "Frauen mit Profil `20"

Auch in diesem Jahr luden die Oberbürgermeister Tim O. Kurzbach (Solingen), Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) und Andreas Mucke (Wuppertal) gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN UND UNTERNEHMERINNEN zu einem Empfang ein.

Dabei wurden Frauen geehrt, die in der Region Verantwortung übernehmen und die diesjährigen Gewinnerinnen des Wettbewerbs "Women and Work 20" bekannt gegeben. 

Gewinnerinnen 2020

Kategorie: Vorbildhafte Unternehmerin

Gewinnerin: Julia Bottler, Inhaberin von „La petite Confiserie“, Konditormeisterin, Wuppertal, 

Seit 2012 betreibt sie ein eigenes Ladenlokal, zunächst an der Hochstr. in Wuppertal, seit 2016 in der Marienstr. Mittlerweile hat sie 13 Beschäftigte, davon sind 5 Auszubildende. Das entspricht einer Ausbildungsquote von 40%. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag für die Berufsperspektive junger Menschen. Außerdem ist ihre Confiserie zu einem festen Bestandteil und beliebten Treffpunkt des Viertels geworden.      

Als Chefin setzt sie auf flache Hierarchien: Sie ist aufgewachsen mit dem Grundsatz, dass jede Person eine Stimme hat und diese gehört werden sollte – egal auf welcher Position diese Person arbeitet oder wer diese Person ist. Diesen Grundsatz beherzigt sie auch im Umgang mit Auszubildenden und Beschäftigten.

Die große Wertschätzung, die sie ihrem Team entgegen bringt, hat die Jury besonders beeindruckt. Dazu gehört auch der Umstand, dass sich diese Wertschätzung in der finanziellen Unterstützung bei der Meisterprüfung konkret äußert.

Ihr soziales Engagement zeichnet Frau Bottler zusätzlich als würdige Gewinnerin aus. Sie unterstützt das Geburtshaus Elberfeld, ebenso wie die Alte Feuerwache. Auch das Thema Inklusion liegt ihr am Herzen, ihre Entscheidung einen Mitarbeiter mit Handicap einzustellen, war eine Herzensentscheidung.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht nur ihr persönliches Thema – ihre Tochter wurde im Mai 2019 geboren. Sie ermöglichte einer Mitarbeiterin die Ausbildung zur Konditorin in Teilzeit, so dass diese die Betreuung ihrer Kinder sicherstellen konnte.

Mit ihren Eigenschaften: „Zielstrebigkeit: an das eigene Projekt glauben.“ und „Sich selbst nicht so wichtig nehmen und auf dem Teppich bleiben.“ ist sie eine Botschafterin für Mut und Bodenhaftung – eben ein Role Model für junge Frauen.

Kategorie: Kreative Lösungen zur eigenen Existenzsicherung

Gewinnerin: Susanne Bollmann, Inhaberin von „Hüte von Hand – Hutsalon Bollmann“ Remscheid 

Dank ihr gibt es ein „Made in Remscheid“.

Sie wurde als Preisträgerin ausgewählt, weil es ihr gelungen ist, über die Grenzen Remscheids hinaus ein Geschäft zu etablieren, Kundinnen und Kunden in einem Einzugsgebiet von 100 km Umkreis zu akquirieren und dies neben der Familienarbeit als alleinerziehende Mutter mit zwei Söhnen.

Sie verfügt über internationale Erfahrungen in der Modebranche, konnte diese in Paris und Florenz sammeln und hat für große Namen der Modebranche gearbeitet. Obwohl es durchaus andere Angebote gab, hat sie sich für den Standort im Bergischen Land entschieden. Sie trägt mit kulturellen Veranstaltungen mit dazu bei, am Standort Remscheid ein attraktives Einkaufserlebnis zu bieten.

Sie beschäftigt drei Mitarbeiterinnen. Als Chefin lautet ihr Credo „Es gibt keine schlechten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern nur falsch eingesetzte.“ Das Erkennen von Kompetenzen der Menschen und dementsprechender Einsatz ist ihr ebenso wichtig, wie das Verständnis für deren Lebensumstände.

Darüber hinaus ist vor allem ihr soziales Engagement preiswürdig. Sie beteiligt sich an Spendenaktionen im Rahmen des Lichterfestes, organisierte die Aktion „Pimp my hat“ zugunsten von Flüchtlingen und sorgt mit der Aktion „Offene Adventstüren“ in der Hindenburgstr. für Kommunikation und Zusammenhalt im Quartier.

Kategorie: Leitung eines nachhaltigen Projekts für Frauen

Gewinnerin: Anne Preuß, Solingen

Anne Preuß ist Geschäftsführerin des Zentrums für Integration und Bildung in Solingen. Sie trägt die Verantwortung für 23 Beschäftigte sowie die Konzepterstellung von Bildungsmaßnahmen zur Beschäftigungsförderung.

Dabei liegt ihr Hauptaugenmerk seit vielen Jahren auf Unterstützungsmaßnahmen insbesondere für Frauen, die aufgrund von Familienzeiten berufliche Umbrüche erleben. Ihr ist es wichtig, diesen wieder eine Perspektive für den Wiedereinstieg zu bieten und „Mut zu schöpfen und an ihre Fähigkeiten zu glauben“.

Besonders beeindruckt hat die Jury die Entwicklung des Projektes „Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“, denn damit erhalten insbesondere junge Frauen die Möglichkeit eine Ausbildung trotz Familienaufgaben zu absolvieren. Damit entstand ein Modell, welches einerseits den Bedarf an Fachkräften berücksichtigt, andererseits auch Existenzsicherung und Unabhängigkeit für die teilnehmenden Frauen bedeutet.

Bildergalerie des Empfangs 2020

Rückblick 2019

Kontakt

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck
Birgit Frese

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Antje Zeis-Loi
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  • Stadt Wuppertal
  • MHKBG NRW / Europäische Union, 1995-2018
  • Stadt Wuppertal
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