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Digitalisierung

Digitale Modellkommune

Wuppertal ist digitale Modellkommune in NRW. Das Land fördert mit insgesamt 91 Mio. Euro in den nächsten vier Jahren fünf Modellregionen. Neben Wuppertal wurden Gelsenkirchen, Aachen und Soest als digitale Modellkommunen und Paderborn/Ostwestfalen-Lippe als Modellregion ausgewählt.

Für Wuppertal als Stadt in der Haushaltssanierung ist das eine riesige Chance, Projekte anzugehen, für die bisher das Geld fehlte. Wuppertal hat bei der Digitalisierungsoffensive für das Bergische Land die Federführung, wird die Vorhaben gemeinsam mit Remscheid und Solingen abstimmen und umsetzen. Das Projektvorhaben ist für eine Laufzeit von vier Jahren angelegt und wird gesteuert von Oberbürgermeister Andreas Mucke.


Das Projekt gliedert sich in die Entwicklung

  • zur „intelligenten Stadt" („Smart City"), bei der Akteure der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Bergischen Universität eingebunden sind, und der

  • Digitalisierung der Verwaltung (Verwaltungsmodernisierung).
    Bürger sollen künftig mehr Anliegen digital erledigen können, die Verwaltung ihre Arbeit digital erledigen - also zum Beispiel Akten elektronisch führen. Für diese zentrale Aufgabe der Verwaltung im Rahmen des Modellprojektes zeichnet Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig verantwortlich, zu dessen Geschäftsbereich die städtische Informationstechnik und das E-Government (Amt 402) gehören.

Für alle Modellregionen ist 2018 ein Fördervolumen von 12 Millionen Euro, für 2019 und 2020 von jeweils 33 Millionen Euro und 2021 von 13 Millionen Euro vorgesehen. Mucke begrüßt, dass es für die Mittel keinen starren Verteilschlüssel gibt, sondern dass diese ja nach Innovationskraft der einzelnen Projekte ausgeschüttet werden.

Zu den Plänen zählt beispielsweise ein digitales Serviceportal, über das Wuppertaler künftig bequem von zu Hause Ämtergänge erledigen können sollen. Dies ist in Ansätzen zwar schon jetzt möglich, soll aber noch einfacher und schneller werden. Hierzu integriert das Serviceportal das Servicekonto.NRW für die sichere Identifizierung, ePayment für das Bezahlen und Postfachfunktionalitäten für die Bescheidzustellung.

Auch die Einrichtung eines Bürgerhauses, in dem die gängigsten Dienstleistungen gebündelt werden sollen, ist Teil der Strategie. Dafür ist es notwendig, zunächst die Prozesse auf ihre Notwendigkeit hin zu hinterfragen, dann zu optimieren, zu digitalisieren und soweit wie möglich auch zu automatisieren.

 
Oberbürgermeister Andreas Mucke ist es wichtig, dass sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Bürgerinnen und Bürger bei der Entwicklung mitgenommen werden. „Gerade in der Stadt von Friedrich Engels müssen wir einen Debatte über die gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Transformation führen, damit es nicht zur 'digitalen Spaltung' kommt", so der Rathaus-Chef. 

 
Neben der Verwaltungsmodernisierung geht es auch darum, die Stadtverwaltung und andere Dienstleister, Institutionen und Organisationen intelligent miteinander zu vernetzen und zu steuern („Smart City"), um Wuppertal effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten.
Die digitalen Modellkommunen werden wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse der einzelnen Projekte sollen übertragbar sein auf andere Kommunen und Regionen, im Rahmen des gesamten Prozesses sollen die Modellkommunen zudem voneinander lernen.

Herr Michael Telian
Ressortleiter/in

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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