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Digitalisierung

digiTAL 2023: Wir bringen Digi ins Tal

Welche Pläne die Stadt Wuppertal in den nächsten Jahren im Bereich der Digitalisierung hat, steht in der 60-seitigen Digitalisierungsstrategie „digiTal 2023“.

IT- und Digitalisierungsstrategie der Stadt Wuppertal

„Die strategische Neuausrichtung der Informationstechnik hat zwar längst begonnen, aber durch die Ernennung Wuppertals zur digitalen Leitkommune der Modellregion Bergisches Land nimmt die Digitalisierung der Stadtverwaltung Wuppertal an Fahrt auf“, hat Oberbürgermeister Andreas Mucke bei einem Interview in 2019 gesagt.

Wie das genau aussieht, steht in der 60-seitigen Digitalisierungsstrategie „digiTal 2023“, die das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung herausgegeben hat.

Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig will die Digitalisierung als Chance nutzen: „Wir wollen in Wuppertal Vorreiter für Digitalisierung sein. Denn wir müssen dem demografischen Wandel, dem zunehmenden Fachkräftemangel und dem nach wie vor hohen Kostendruck etwas entgegensetzen. Allerdings werden dafür zunächst Investitionen nötig sein.“ Allein für 2019 waren rund 2 Mio. Euro für Digitalisierungsprojekte geplant.

Davon profitieren die Bürger*innen. Über das neue Serviceportal können schon jetzt immer mehr Dienstleistungen online abgewickelt werden. „E-Government ist heute keine freiwillige Aufgabe mehr, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Zahlreiche Vorschriften sind schon in Kraft“, erklärt Daniel Heymann, Leiter des Amtes für Informationstechnik und Digitalisierung. Das heißt, die Verwaltung muss sich diesem Wandel stellen.

Der Datenschutz stellt dabei immer höhere Anforderungen. Im Serviceportal legen sich die Bürger*innen ihr persönliches Servicekonto an. Einmal angemeldet, ist das der Schlüssel zu sämtlichen Online-Dienstleistungen und zu einer Postbox (ähnlich wie beim Online-Banking). Alle einmal eingegebenen Stammdaten werden vom System automatisch in die Formulare übernommen. Das erspart die Mehrfacheingabe. Die Antragsteller können den Bearbeitungsstand sehen (ähnlich wie bei der Paketverfolgung bei der Post). So können Behördengänge bequem von zu Hause erledigt werden. Bezahlt wird ebenfalls elektronisch. Bewerbungen auf Ausbildungsplätze oder freie Stellen sind auch bereits online möglich, und zwar medienbruchfrei. Denn das ganze Bewerbungsverfahren ist digitalisiert.

„Hinter den Kulissen“ geht es weiter: Aktuell wird die elektronische Akte verwaltungsweit umgesetzt. Das heißt, Aktenregale und Hängeregister gehören bald der Vergangenheit an. Die täglich rund 3.500 eingehenden Poststücke werden eingescannt und digitalisiert in den elektronischen Akten abgelegt.

Das sind nur einige Punkte im Digitalisierungskonzept, das die Stadt Schritt für Schritt umsetzen will. Dafür braucht sie Fachleute. Die sind derzeit aber schwer zu finden. Die Stadt bildet deswegen vermehrt selbst IT-Fachkräfte aus.

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  • Stadt Wuppertal
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